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Frau mischt tödliche Droge in SupermarktgetrĂ€nke – fĂŒnf Vergiftete

Von dpa
Aktualisiert am 09.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Eine Frau versteckt sich im Gerichtssaal hinter einer weißen Mappe: Die Frau soll in SupermĂ€rkten GetrĂ€nkeflaschen mit sogenanntem "Liquid Ecstasy" versetzt haben.
Eine Frau versteckt sich im Gerichtssaal hinter einer weißen Mappe: Die Frau soll in SupermĂ€rkten GetrĂ€nkeflaschen mit sogenanntem "Liquid Ecstasy" versetzt haben. (Quelle: Sven Hoppe/dpa-bilder)
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Eine Frau soll in mehreren MĂŒnchener SupermĂ€rkten GetrĂ€nke mit einer tödlichen Substanz versetzt haben. FĂŒnf Menschen, wohl auch zwei Kinder, wurden vergiftet. Nun steht sie vor Gericht.

Im Prozess um vergiftete GetrĂ€nkeflaschen in MĂŒnchner SupermĂ€rkten will die Beschuldigte sich vor Gericht nicht zu den VorwĂŒrfen gegen sie Ă€ußern. Sie werde jedoch "keine Angaben zur Sache" machen, sagte ihre AnwĂ€ltin Birgit Schwerdt am Dienstag vor dem Landgericht MĂŒnchen I.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau versuchten Mord in fĂŒnf FĂ€llen vor. Sie soll GetrĂ€nke in MĂŒnchner SupermĂ€rkten und bei einer Kulturveranstaltung mit Gamma-Butyrolacton (GBL), sogenanntem Liquid Ecstasy, versetzt haben – und zwar in einer so hohen Dosis, dass diejenigen, die davon tranken, hĂ€tten sterben können. Das GBL bestellte sie laut Ermittlern im Internet. Das Motiv: unklar. Die Frau soll psychisch krank sein.

MĂŒnchen: Staatsanwaltschaft hĂ€lt sie fĂŒr schuldunfĂ€hig

Die 57 Jahre alte Deutsche Ă€ußerte sich zu Prozessbeginn zu ihren persönlichen VerhĂ€ltnissen. Sie berichtete von ihrer Schulzeit, ihrem Psychologiestudium und verschiedenen Auslandsaufenthalten – und davon, dass ihre Eltern kaum mit ihr gesprochen hĂ€tten, dass sie wegen psychischer Probleme in Behandlung gewesen sei und nach dem Tod ihres Bruders begonnen habe, zu viel Alkohol zu trinken.

Die Beschuldigte versteckt ihr Gesicht hinter einer weißen Mappe: Sie erzĂ€hlt im Prozess von ihrer Vergangenheit.
Die Beschuldigte versteckt ihr Gesicht hinter einer weißen Mappe: Sie erzĂ€hlt im Prozess von ihrer Vergangenheit. (Quelle: Sven Hoppe/dpa-bilder)
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Die Staatsanwaltschaft hĂ€lt die Frau fĂŒr schuldunfĂ€hig. Ihr droht damit voraussichtlich keine Haftstrafe, sondern die weitere Unterbringung in einer geschlossenen Psychiatrie.

Auch Kinder wurden wohl vergiftet

Der Fall hatte 2020 fĂŒr Angst und Aufsehen gesorgt. Drei Kunden hatten die vergifteten Flaschen 2020 gekauft und daraus getrunken. Zwei Frauen im Alter von damals 34 und 42 Jahren mussten laut Polizei sofort medizinisch behandelt werden. Auch einem 48-JĂ€hrigen soll es nach dem Verzehr schlecht gegangen sein.

Die Polizei warnte die Bevölkerung – und fasste nach einigen Wochen die TatverdĂ€chtige. Nach ihrer Festnahme kam heraus, dass sie auch noch fĂŒr zwei andere FĂ€lle verantwortlich sein könnte: 2018 soll sie bei einer Ausstellungseröffnung im MĂŒnchner Gasteig Apfelschorle vergiftet haben. Zwei damals sieben und zehn Jahre alte Kinder wurden bewusstlos, nachdem sie davon getrunken hatten.

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FĂŒr den Prozess hat das Landgericht MĂŒnchen I 14 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil könnte demnach am 10. Dezember fallen.

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Von Klaus Wiendl
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