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Dafür könnten Münchner 2022 mehr zahlen

  • Marianne Max
Von Marianne Max

Aktualisiert am 09.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Kinder fahren Karussell auf dem Oktoberfest "Oide Wiesn" (Archivbild): Die Ticketpreise für das beliebte Fest könnten sich erhöhen.
Kinder fahren Karussell auf dem Oktoberfest "Oide Wiesn" (Archivbild): Die Ticketpreise für das beliebte Fest könnten sich erhöhen. (Quelle: CEPix/imago-images-bilder)
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Ob für den Toilettengang oder einen Besuch im Tierpark: Münchner könnten im kommenden Jahr von der Stadt stärker zur Kasse gebeten werden. Wo Preiserhöhungen drohen, lesen Sie hier.

Die Stadt München will ihre Corona-Einbußen im kommenden Jahr wieder wettmachen. Der Stadtrat berät deshalb heute, wie man die Stadteinnahmen für den kommenden Haushaltsplan zu steigern sind. Wie aus einer Sitzungsvorlage des Münchener Referates für Arbeit und Wirtschaft hervorgeht, könnte die Preiserhöhung vor allem den Freizeit- und Tourismusbereich treffen.

In diesen Bereichen müssen Münchener künftig wohl tiefer ins Portemonnaie greifen:

Münchener Tierpark

Im Tierpark Hellabrunn sollen die Ticketpreise steigen. Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) spricht von einer "moderaten Preisanpassung unter Beibehaltung der bisherigen sozialen Komponenten". Ein Ticket im Tierpark Hellabrunn soll demnach ab dem 1. Januar 2022 18 statt bisher 15 Euro kosten, Kinder von vier bis 14 Jahren zahlen sieben statt der bisherigen sechs Euro. Ein ermäßigtes Ticket solle ab kommendem Jahr 13 statt elf Euro kosten.

Tierpark Hellabrunn in München (Archivbild): Die Corona-Pandemie hat dem Park schwer zugesetzt.
Tierpark Hellabrunn in München (Archivbild): Die Corona-Pandemie hat dem Park schwer zugesetzt. (Quelle: S. Adam/FutureImage/imago-images-bilder)
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Auch bei den Jahreskarten solle der Preis drastisch steigen. Laut dem Entwurf könnten die Einnahmen der Stadt allein durch die Preiserhöhung der Tiergartentickets um 2,28 Millionen Euro gesteigert werden.

Laut der "tz" hat die Corona-Pandemie besonders dem Tierpark Hellabrunn stark zugesetzt. Der Stadtrat habe im Oktober daher eine Finanzspritze von 5,6 Millionen Euro bewilligt. Über eine Erhöhung der Ticketpreise sollte zu einem späteren Zeitpunkt abgestimmt werden, hieß es da.

München-Ticket, Oktoberfest und Theresienwiese

Auch Besucher des berühmten Münchener Oktoberfestes könnten künftig mehr für ihr Ticket zahlen. Der Preis sei seit der Einführung des Festes im Jahr 2011 gleich geblieben, erläutert das Wirtschaftsreferat. Zudem habe der Ticketpreis von drei Euro stets lediglich die Veranstaltungsausgaben gedeckt. Baumgärtner hält auch aufgrund der Beliebtheit des Oktoberfestes so eine Preiserhöhung auf vier Euro für angemessen. Er verspricht sich laut dem Entwurf davon eine Mehreinnahme von 500.000 Euro jährlich.

25.000 Euro mehr im Jahr sollen zudem durch eine Preiserhöhung für die Vermietung der Theresienwiese in die Haushaltskasse gespült werden. Veranstalter, die die Wiese für Frühlingsfeste, Flohmärkte oder Zirkusveranstaltungen buchen wollen, könnten künftig zehn Prozent mehr als bislang zahlen.

Flohmarkt beim Frühlingsfest in München (Archivbild): Die Theresienwiese vermietet die Stadt für bürgernahe Veranstaltungen.
Flohmarkt beim Frühlingsfest in München (Archivbild): Die Theresienwiese vermietet die Stadt für bürgernahe Veranstaltungen. (Quelle: Lindenthaler/imago-images-bilder)

Auch eine Buchungsgebühr von einem Euro für das München-Ticket, mit dem Freizeit- und Kulturangebote besucht werden können, sieht der Entwurf vor. Aufgrund technischer Umstellungen sei dies aber erst zum Ende des kommenden Jahres möglich. Pro Jahr könnte die Gebühr dann aber eine Mehreinnahme von 350.000 Euro in die Kasse spülen.

Toiletten- und Abfallgebühren

Eine weitere Preiserhöhung könnte laut dem Entwurf für die Benutzung öffentlicher Toiletten erfolgen. Die Nutzung koste aktuell 60 Cent. Das Wirtschaftsreferat empfiehlt eine Erhöhung des Preises auf 80 Cent. Zudem sollen bislang geschlossene WC-Anlagen auch künftig nicht in Betrieb genommen werden. Das Wirtschaftsreferat verspricht sich so eine jährliche Mehreinnahme von etwa 207.000 Euro.

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Im Oktober war bereits eine Kostenerhöhung für die städtische Müllentsorgung beschlossen worden. Laut einer Pressemitteilung der Stadt sollen die Abfallgebühren im kommenden Jahr monatlich um mindestens 1,32 Euro bei Mehrfamilienhäusern und 2,99 Euro bei Einfamilienhäusern steigen. Insgesamt sollen die geplanten Maßnahmen der Stadt München so ein Plus von mehr als 3,7 Millionen Euro bescheren.

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