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München: Knochenfund im Fall Sonja Engelbrecht – seit 1995 vermisst

"Cold Case" in München  

Knochen der vermissten Sonja Engelbrecht gefunden

23.11.2021, 16:53 Uhr
München: Knochenfund im Fall Sonja Engelbrecht – seit 1995 vermisst. Polizisten am Kipfenberg (Archivbild): Die Polizei ist mit etwa hundert Einsatzkräften vor Ort. (Quelle: dpa/Vifogra)

Polizisten am Kipfenberg (Archivbild): Die Polizei ist mit etwa hundert Einsatzkräften vor Ort. (Quelle: Vifogra/dpa)

Die Münchnerin Sonja Engelbrecht verschwand 1995, als sie mit einem Bekannten aus war. Jahrelang ermittelte die Polizei vergeblich. Nun könnte der Fall gelöst werden.

Seit 26 Jahren gilt die Münchnerin Sonja Engelbrecht als vermisst. Nun könnte der "Cold Case" gelöst werden: Etwa eine Stunde entfernt von der bayrischen Landeshauptstadt, in einem Waldstück bei Kipfenberg im oberbayerischen Landkreis Eichstätt, wurde ein Knochen von ihr gefunden. Mit einer Suchaktion und einem erneuten Zeugenaufruf erhofft sich die Polizei den Fall aufzuklären.

"Der Knochen konnte bei näherer Untersuchung der vermissten Sonja Engelbrecht zugeordnet werden", sagte ein Sprecher der Polizei t-online. Nach Angaben des Sprechers fand ein Waldarbeiter den Knochen bereits im Sommer 2020. Weil sich die technischen Möglichkeiten, DNA-Material zu typisieren, ständig weiter entwickelten, habe man den Körperteil schließlich der seit 26 Jahren vermissten Sonja Engelbrecht zuordnen können.

Etwa hundert Einsatzkräfte der Polizei Ingolstadt und München seien nun vor Ort, um nach weiteren sterblichen Überresten der jungen Frau zu suchen, teilte der Sprecher mit. Auch Leichenspürhunde seien im Einsatz.

Polizei München startet weiteren Zeugenaufruf

"Das Waldgebiet ist sehr groß. Wir suchen in den kommenden Tagen zunächst an den wahrscheinlichsten Stellen", so der Sprecher. Die Suche solle so lang andauern, bis die Beamten bei ihrer Suche Erfolg haben oder die Witterung eine weitere Suche unmöglich macht.

Polizisten am Kipfenberg (Archivbild): Solang es die Witterung zulässt, wollen die Einsatzkräfte weiter nach Überresten der vermissten Sonja Engelbrecht suchen. (Quelle: dpa/Vifogra)Polizisten am Kipfenberg (Archivbild): Solang es die Witterung zulässt, wollen die Einsatzkräfte weiter nach Überresten der vermissten Sonja Engelbrecht suchen. (Quelle: Vifogra/dpa)

Die Polizei startete zudem einen weiteren Zeugenaufruf. Wer ab dem 11. April 1995 Beobachtungen in dem Waldgebiet zwischen Kipfenberg und Pfahldorf machen konnte, die zur Aufklärung des Falls beitragen könnten, ist gebeten, sich mit der Polizei München, Tel. 089/2910-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hier wurde die Schülerin zuletzt gesehen

Sonja Engelbrecht war 1995 im Alter von 19 Jahren verschwunden. Sie hatte den Abend des 10. April 1995 mit einem Bekannten in einem Lokal verbracht. Danach besuchten beide einen Bekannten in der Münchner Schelllingstraße. Gegen 2 Uhr nachts machten sie sich zu Fuß auf den Weg zum Stiglmaierplatz. Sonja wollte dort von einer Telefonzelle aus ihre Schwester anrufen. Ihr Begleiter gab ihr noch seine Telefonkarte, bevor er zur einfahrenden Tram lief und Sonja in die Telefonzelle ging. Das war das letzte Mal, dass die 19-Jährige gesehen wurde.

Seit dem gab es Spekulationen, die junge Frau könne entführt und getötet oder an Menschenhändler verkauft worden sein. Aufgeklärt wurde der Vermisstenfall damals nicht. Noch immer sucht die Familie der 19-Jährigen nach ihr. Auch eine Vermissten-Website wurde eingerichtet, um mögliche Hinweise entgegenzunehmen. Nun könnte der Fall nach 26 Jahren aufgeklärt werden. Über den Knochenfund bei Kipfenberg hatte zunächst die "Bild" berichtet.

Verwendete Quellen:

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