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Gesundheitsminister wollen schnell Corona-Kinderimpfungen

Von dpa
29.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Ein Hausarzt impft einen Jungen gegen Corona
Ein Hausarzt impft einen Jungen gegen Corona. (Quelle: Oliver Berg/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Die Gesundheitsminister der L├Ąnder dr├╝cken bei den Corona-Impfungen f├╝r Kinder aufs Tempo. In einem einstimmig gefassten Beschluss vom Montag fordern sie die EU-Kommission zu fr├╝heren Impfstofflieferungen auf - und bitten die St├Ąndige Impfkommission (Stiko) um eine "sehr zeitnahe" Empfehlung f├╝r Kinderimpfungen. In allen L├Ąndern sollen "unverz├╝glich" Angebote f├╝r Kinderimpfungen, etwa besondere Impfstra├čen, eingerichtet werden.

Man begr├╝├če es, dass die europ├Ąische Arzneimittelbeh├Ârde EMA nun einen Corona-Impfstoff f├╝r F├╝nf- bis Elfj├Ąhrige zugelassen habe, sagte Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) am Montag nach einer Schaltkonferenz der Gesundheitsminister von Bund und L├Ąndern in M├╝nchen. Nun fordere man die EU-Kommission auf, den Impfstoff schneller zur Verf├╝gung zu stellen als am 20. Dezember - dies ist das bisher genannte Datum. "Wir hoffen, dass das vorgezogen werden kann, damit wir da auch noch schneller mit den Impfungen anfangen k├Ânnen."

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) sei sich zudem einig gewesen, dass man ├╝berall Kinder- und Familienimpfstra├čen auf den Weg bringen wolle, damit man unmittelbar, wenn der Impfstoff zur Verf├╝gung stehe, beginnen k├Ânne, sagte Holetschek als derzeitiger GMK-Vorsitzender.

Zudem werde die St├Ąndige Impfkommission (Stiko) gebeten, zeitnah eine Empfehlung abzugeben, "und zwar so schnell sie k├Ânnen". "Wir wollen da keinen Druck aufbauen", sagte Holetschek. "Wir wissen aber, dass es wichtig w├Ąre, das wir zeitnah gerade bei diesen sensiblen Impfungen tats├Ąchlich von der St├Ąndigen Impfkommission ein Signal kriegen." Die Stiko hatte zuletzt angek├╝ndigt, m├Âglichst bis zur Auslieferung des Kinder-Impfstoffs eine Empfehlung auszusprechen.

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Die EMA hatte vergangenen Donnerstag gr├╝nes Licht f├╝r die Zulassung des Pr├Ąparats von Biontech/Pfizer (Comirnaty) auch f├╝r die Gruppe der F├╝nf- bis Elfj├Ąhrigen gegeben - aber in niedrigerer Dosierung: Kleinere Kinder bekommen im Vergleich zur Altersgruppe ab zw├Âlf nur ein Drittel der Dosis gespritzt, also 10 statt 30 Mikrogramm.

Abgesehen davon seien niedergelassenen Ärzte schon jetzt in der Lage, nach individueller Beratung Impfungen von Kindern vorzunehmen, sagte Holetschek, betonte allerdings: "Es handelt sich da aber um einen sogenannten Off-Label-Use." Der Kinderimpfstoff sei erst in den Dosen, in denen er dann ausgeliefert werde, von der EMA-Zulassung erfasst.

Sollen jetzt schon Kinder geimpft werden, muss der schon verf├╝gbare Impfstoff vom Arzt so portioniert werden wie in der Zulassungsstudie.

Im Beschluss der L├Ąnder-Minister hei├čt es dazu, eine Impfung von Kindern zwischen f├╝nf und elf Jahren erfolge bis zur Auslieferung der Kinderimpfstoffe "in eigener Verantwortung und Entscheidung sowie nach individueller Beratung durch den niedergelassenen Arzt oder die ├ärztin (Off-Label-Use)". Und weiter: Das Infektionsschutzgesetz erlaube "in diesem Fall keine Haftungs├╝bernahme durch den Bund".

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