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Staatsregierung rudert zurück: Skifahren ohne Coronatest

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Staatsregierung rudert zurück: Skifahren ohne Coronatest

07.12.2021, 13:33 Uhr | dpa

Staatsregierung rudert zurück: Skifahren ohne Coronatest. Skifahren ohne Test

Ein Skilift im Bayerischen Wald. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach massiven Protesten aus der Tourismusbranche entschärft die Staatsregierung die Corona-Vorschriften für das Skifahren im Freistaat. Geimpfte und Genesene sollen Gondeln und Lifte ohne zusätzlichen Corona-Test benutzen dürfen. Das kündigten Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Dienstag nach der Kabinettssitzung an. Wirtschaftsverbände reagierten erfreut.

Denn ursprünglich hatte die Staatsregierung für das Skifahren 2G plus vorschreiben wollen, jeder Skifahrer in Bayern hätte sich damit vor dem Kauf eines Tickets auch zusätzlich testen lassen müssen. Nun gilt wie in Österreich nur 2G - allerdings dürfen Gondeln nur zu einem Viertel besetzt werden.

Der Verband deutscher Seilbahnen hatte die ursprünglichen Pläne als "Todesstoß" für die bayerischen Skigebiete kritisiert und vor Betriebsschließungen gewarnt. Denn im nahen Österreich war von vornherein nur 2G vorgeschrieben. In der Schweiz genügt das Tragen einer Maske in Gondeln, Sessel- und Schlepplifte können ohne Auflage benutzt werden. Da es in den Alpen bereits viel geschneit hat, wollen viele Skigebiete noch im Dezember öffnen.

"Wir haben in den letzten Jahren massiv in die bayerischen Lifte investiert, sogar mit Sonderförderprogrammen", sagte Wirtschaftsminister Aiwanger. Im vergangenen Jahr, sei die Skisaison komplett ausgefallen. "Um so wichtiger ist es, dass wir heuer alle Möglichkeiten prüfen, das Skigeschäft zu ermöglichen, ohne Infektionsrisiken einzugehen." Ansonsten würde es nach Aiwangers Worten eine "Abwanderungsbewegung" von Skifahrern in die Nachbarländer geben.

"Heute ist ein guter Tag für unsere bayerischen Skigebiete sowie die Skifahrerinnen und Skifahrer", erklärte anschließend Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK München und Oberbayern.

Druck hatten CSU und Freie Wähler auch aus den eigenen Reihen bekommen. Bei vielen Seilbahnen sind die örtlichen Kommunen am Betrieb beteiligt, die Kommunalpolitik dementsprechend eingebunden.

Erfreut reagierte auch der Verband Tourismus Oberbayern und München, dem der Rosenheimer CSU-Politiker Klaus Stöttner vorsteht. "Die Gefahr einer Ansteckung im Freien ist aber so gering, dass einem schönen Winter in den bayerischen Skigebieten für unsere Familien nichts entgegenstehen sollte", erklärte der Landtagsabgeordnete.

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