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Der Krieg wird das Bier teurer machen

Von Jennifer Lichnau

Aktualisiert am 21.03.2022Lesedauer: 1 Min.
Zwei Münchner stoßen mit ihrem Maßkrügen an (Archivbild): Auch das Getränk wird unter dem Krieg leiden, sagt der Bayerische Brauerbund.
Zwei Münchner stoßen mit ihrem Maßkrügen an (Archivbild): Auch das Getränk wird unter dem Krieg leiden, sagt der Bayerische Brauerbund. (Quelle: Ralph Peters/imago-images-bilder)
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Erst Corona, dann der Ukraine-Krieg: Die Brauereien kämpfen mit gestiegenen Produktionskosten. Der Bayerische Brauerbund in München kündigt Preissteigerungen an. Aber wie viel teuer wird das Bier?

"Es muss Preissteigerungen geben", sagt Walter König, Geschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes e.V. in München – und zeichnet ein düsteres Bild. Seit Beginn des Krieges ist Speiseöl und Mehl überall knapp, Supermärkte rationieren Lebensmittel des alltäglichen Lebens. Es fehlt an Malz, Gerste und Weizen – Getreidesorten, ohne die Bierbrauen unmöglich ist. Bis vor dem Krieg exportierte Ukraine rund 30 Prozent in den gesamten Welt-Getreidemarkt.

Wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine fehle es nun jedoch an allem: Zutaten, Männer, Sprit, Traktoren. "2022 wird es keine Ernte geben", sagt König. Das führe zu Spannungen auf dem weltweiten Getreidemarkt. Sogar bereits gekaufte Ware könne nicht mehr geliefert werden.

Die Abfüllanlage eines Giesinger Brauhauses (Archivbild): Neben den Rohstoffen fehlt es König zufolge auch an Glasflaschen und Kronkorken.
Die Abfüllanlage eines Giesinger Brauhauses (Archivbild): Neben den Rohstoffen fehlt es König zufolge auch an Glasflaschen und Kronkorken. (Quelle: Lindenthaler/imago-images-bilder)

Ukraine-Krieg: Wie teuer wird das Bier in München?

Doch nicht nur der Rohstoffmangel sei ein Problem – Bierbrauen ist sehr energieintensiv, genauso wie das Herstellen von Glasflaschen und Kronkorken. "Die hohen Energiepreise wirken sich auf alles aus", sagt König. Zumal der Hauptteil der Glasflaschen, in denen das Bier abgefüllt wird, aus Osteuropa stamme.

Deswegen müsse es auch beim Bier Preissteigerungen geben. Wie hoch die ausfallen, müssen die Brauereien entscheiden, so König. Allein bei Betrachtung des Malzanteils kommen 35 bis 40 Cent pro Kasten zusammen. Insgesamt rechnet König bald mit rund drei Euro mehr pro Kasten – und mit Auswirkungen des Krieges bis mindestens ins Jahr 2025.

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