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In Bayern trinken sich weniger Jugendliche ins Krankenhaus

Von dpa
19.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Auf der Parkbank stehen die Flaschen und der Müll (Symbolbild): Während Corona haben Jugendliche weniger häufig Alkohol missbraucht.
Auf der Parkbank stehen die Flaschen und der Müll (Symbolbild): Während Corona haben Jugendliche weniger häufig Alkohol missbraucht. (Quelle: Rolf Poss/imago-images-bilder)
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Trinken bis der Arzt kommt: 2020 ist die Zahl junger Komasäufer deutlich gesunken – um fast die Hälfte. Das liege auch an den damals geschlossenen Bars und Clubs, die jetzt wieder öffnen.

Im Pandemiejahr 2020 sind bayerische Kinder und Jugendliche deutlich seltener wegen Komasaufens im Krankenhaus behandelt worden als im Vorjahr. Insgesamt wurden 2.037 Mädchen und Jungen zwischen 10 und 19 Jahren wegen Alkoholmissbrauchs in einer Klinik im Freistaat stationär aufgenommen, wie die Krankenkasse DAK Bayern unter Berufung auf bislang noch nicht veröffentlichte Zahlen des Statistischen Landesamtes mitteilte.

Im Vergleich zum Vorjahr – als es weder Lockdowns noch Kontaktbeschränkungen gab – ist das ein Rückgang um 46 Prozent.

München: Jungen kommen häufiger wegen Alkoholmissbrauch ins Krankenhaus

1.174 Jungen und 863 Mädchen mit Wohnsitz im Freistaat wurden den Angaben zufolge nach einem Rausch in Bayerns Kliniken behandelt. Bei den Jungen sanken die Fallzahlen mit minus 50 Prozent zwar deutlicher als bei den Mädchen mit minus 44 Prozent. Dennoch betrafen fast sechs von zehn Klinikeinweisungen den männlichen Nachwuchs.

"Alkoholkonsum kann bereits in kleinen Mengen vor allem für junge Menschen gefährliche Folgen haben. So erhöht Alkohol das Risiko dafür, die Entwicklung des Gehirns zu schädigen und psychisch oder körperlich krank zu werden", warnte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).

Die Leiterin der DAK Bayern, Sophie Schwab, befürchtet einen Nachholeffekt mit einem sprunghaften Anstieg der Klinik-Einweisungen nach dem Auslaufen der Corona-Beschränkungen. Umso wichtiger seien Präventionsmaßnahmen wie der Ende April zu Ende gehende DAK-Plakatwettbewerb "bunt statt blau". Auch dessen Schirmherr Holetschek teilt Schwabs Anliegen –"besonders jetzt, wo Clubs wieder geöffnet sind und Feiern und Volksfeste wieder stattfinden".

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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