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BMW verbucht hohen Quartalsgewinn: Volle Auftragsb├╝cher

Von dpa
05.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Autobauer BMW
Ein Schild mit dem BMW-Logo steht vor einem der Werke des Autobauers. (Quelle: Christophe Gateau/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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BMW hat Umsatz und Gewinn im ersten Quartal kr├Ąftig erh├Âht. Hauptgrund war die ├ťbernahme der Mehrheit am chinesischen Gemeinschaftswerk BMW Brilliance Automotive (BBA), das damit vollst├Ąndig in die BMW-Bilanz einflie├čt. Daneben sorgten auch h├Âhere Fahrzeugpreise bei hoher Nachfrage und knappem Angebot f├╝r R├╝ckenwind, wie BMW am Donnerstag mitteilte.

Der Konzernumsatz stieg um 16 Prozent auf 31,1 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern verdreifachte sich sogar von 3,8 auf 12,2 Milliarden Euro. Hierzu trug die Neubewertung der im Februar von 50 auf 75 Prozent erh├Âhten BBA-Anteile 7,7 Milliarden Euro bei. Unter dem Strich blieb ein Quartalsgewinn von 10,2 Milliarden Euro nach Steuern.

Im Gesamtjahr rechnet BMW mit einem Fahrzeugabsatz auf Vorjahresniveau und mit einem deutlichen Gewinnzuwachs wegen der Vollkonsolidierung von BBA. Vorstandschef Oliver Zipse sagte, die Auftragsb├╝cher seien ├╝ber Monate hinaus gef├╝llt. "Noch nie in der Geschichte unseres Unternehmens hatten wir mehr Vorbestellungen als heute."

Im ersten Quartal waren die Autoverk├Ąufe um 6 Prozent gesunken - wegen der Engp├Ąsse bei Halbleitern und Kabelb├Ąumen, der zu Werksschlie├čungen in Europa f├╝hrte, und wegen der Corona-Lockdowns in China, die dort ebenfalls zu Produktionsstopps f├╝hrten. Nur in Amerika stiegen die Verkaufszahlen.

Die Belieferung mit Kabelb├Ąumen habe sich mittlerweile aber stabilisiert, sagte Zipse. Bei der Versorgung mit Halbleitern dagegen erwarte er "fr├╝hestens im zweiten Halbjahr eine Verbesserung". Grunds├Ątzlich blieben Halbleiter auch n├Ąchstes Jahr noch knapp. Die Preise f├╝r Neu- und Gebrauchtwagen d├╝rften angesichts der Nachfrage weltweit auf sehr hohem Niveau bleiben, sagte Finanzvorstand Nicolas Peter. Auch der schwache Euro verschafft BMW R├╝ckenwind.

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Belastend wirken dagegen die extrem verteuerten Rohstoffe. Einige f├╝r Elektro-Autos unabdingbare Industrie- und Edelmetalle seien auf Rekordpreisniveau: Hier drohten neue Abh├Ąngigkeiten, sagte Zipse und warnte vor einem schnellen kompletten Umstieg auf E-Mobilit├Ąt. In jeder Batterie steckten einige hundert Kilo Rohstoffe, die nicht aus Europa k├Ąmen. "Deswegen pl├Ądieren wir auch vor diesem Hintergrund f├╝r einen technologieoffenen Ansatz und die nachhaltige Weiterentwicklung aller Antriebsformen", inklusive Wasserstofftechnologie, sagte der BMW-Chef.

BMW hat inzwischen acht reine Batterieautos (BEV) auf dem Markt und will dieses Jahr 10 Prozent seiner Autos mit vollelektrischem Antrieb verkaufen. Ab 2025 soll die "Neue Klasse" mit einer auf E-Antrieb ausgelegten Plattform und einer neuen Generation von Batteriezellen vom Band laufen, den BEV-Verkaufszahlen einen kr├Ąftigen Schub geben und die Batterieautos so profitabel machen wie heute die Verbrenner. 2030 soll jeder zweite verkaufte BMW ein BEV sein.

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