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Ehrenfilmpreis fĂŒr Wortmann: Söder in kurzen Hosen

Von dpa
20.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Verleihung Bayerischer Filmpreis
Markus Söder (l) ĂŒberreicht Sönke Wortmann seine Auszeichnung. (Quelle: Matthias Balk/dpa/dpa-bilder)
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Regisseur Sönke Wortmann (62) ist am Freitagabend in MĂŒnchen mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises ausgezeichnet worden. Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) erschien im Nationaltrikot von 1954 und kurzen Fußballhosen, um den Preis zu verleihen. Der Wortmann-Film, der ihn am meisten begeistert habe, sei "Das Wunder von Bern" ĂŒber den WM-Sieg der deutschen Nationalmannschaft in dem Jahr, sagte Söder - und erklĂ€rte damit sein Outfit.

"Ich nehme den Preis an", sagte Wortmann und dankte vor allem der MĂŒnchner Hochschule fĂŒr Fernsehen und Film (HFF), die ihn damals, vor vielen Jahren, aufgenommen hatte. Das sei "ein Wendepunkt" in seinem Leben gewesen. "Zum ersten Mal wusste ich, was ich vielleicht machen möchte."

Der Publikumspreis ging an den Film "Catweazle" mit Otto Waalkes. Diese Auszeichnung spreche "sehr fĂŒr die bayerische LiberalitĂ€t", sagte Waalkes. Schließlich spiele mit ihm ein Ostfriese die Hauptrolle. "Deswegen werde ich alles dafĂŒr tun, dass der nĂ€chste ostfriesische Filmpreis an einen Bayern gehen wird."

Fritjof Hohagen bekam den mit 100.000 Euro dotierten Produzentenpreis fĂŒr den Film "Nicht ganz koscher – Eine göttliche Komödie". Hohagen nannte den Film ĂŒber einen ultraorthodoxen Juden, einen muslimischen Beduinen und deren Reise durch die WĂŒste eine Parabel auf unsere Zeit. Er hoffe, "dass es vielleicht doch eine Hoffnung gibt"

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Ein zweiter Produzentenpreis ging an den Film "Stasikomödie" von Regisseur Leander Haußmann. Die Auszeichnung fĂŒr die beste Regie erhielt Dominik Graf fĂŒr seinen Film "Fabian oder der Gang vor die Hunde" nach dem Erich-KĂ€stner-Werk.

Die Schauspieler Johanna Wokalek und Albrecht Schucht wurden als beste Schauspieler ausgezeichnet. Wokalek bekam den mit 10 000 Euro dotierten Preis fĂŒr ihre Rolle als Trainerin in dem Film "Beckenrand Sheriff" - und wurde von Klaus Maria Brandauer ĂŒberrascht, der ihr schon vor knapp 20 Jahren einen Bayerischen Filmpreis ĂŒberreicht hatte. "Ich bin ein bisschen verliebt in sie - als Schauspielerin", sagte Brandauer. Wokalek war sichtlich bewegt von dieser Überraschung - und dankte ihrem Regisseur Marcus H. RosenmĂŒller dafĂŒr, dass er sie dazu gebracht habe, fĂŒr die Rolle fĂŒnf Meter tief ins kalte Wasser zu springen. "Das hat sich gelohnt."

Schucht wurde fĂŒr seine Darstellung des Schriftstellers Thomas Brasch in "Lieber Thomas" geehrt. "Eine sensationelle Performance", urteilte die Jury. Schucht bedankte sich mit einem Brief an Brasch, den er mit "Lieber Thomas" begann. Emil von Schönfels, Mekyas Mulugeta und Sara Fazilat bekamen den Preis fĂŒr die besten Nachwuchsdarsteller, Maria Schrader und Jan Schomburg den fĂŒr das beste Drehbuch fĂŒr ihren Film "Ich bin dein Mensch".

Der Preis wird in zwölf Kategorien vergeben und ist mit insgesamt 300.000 Euro dotiert. Doch es gibt nicht nur Geld, sondern auch die Porzellanfigur Pierrot.

"Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass wir uns nicht unsere Lebensfreude nehmen lassen und auch positive Signale senden", betonte Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) - und Regisseurin Doris Dörrie stimmte ihr auf dem Roten Teppich zu. Gerade in Zeiten von Krieg und Krise sei es wichtig, die Kultur zu feiern. "Wir mĂŒssen aufpassen, dass Putin uns nicht zu Gefangenen macht", sagte sie. "Diesen Triumph gönnen wir ihm nicht."

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