Sie sind hier: Home > Regional > Nürnberg >

Nürnberg: Jugendschutz erteilt Auflagen beim Kollegah-Konzert

Umstrittener Rapper  

Jugendamt greift bei Kollegah-Konzert in Nürnberg durch

11.12.2019, 11:52 Uhr | dpa

Nürnberg: Jugendschutz erteilt Auflagen beim Kollegah-Konzert . Kollegah mit ernstem Blick: Das Jugendamt hat sich sein Konzert in Nürnberg vorgenommen. (Quelle: dpa/Archivbild/Matthias Balk)

Kollegah mit ernstem Blick: Das Jugendamt hat sich sein Konzert in Nürnberg vorgenommen. (Quelle: Archivbild/Matthias Balk/dpa)

Die Texte von Rapper Kollegah sollen Gewalt verherrlichen und judenfeindlich sein. Sein kommender Auftritt in Nürnberg ist deshalb umstritten. Das Jugendamt hat harte Auflagen für das Konzert erteilt – und einigen Fans den Zutritt verboten.

Nach Kritik an den Konzerten des Deutsch-Rappers Kollegah hat das Nürnberger Jugendamt Auflagen für seinen Auftritt am Donnerstag erlassen. Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren dürfen demnach nur mit erwachsener Begleitung rein, Jüngere haben keinen Zutritt. Kritik an dem Konzert übte unter anderem die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg. In Liedern und Videos transportiere Kollegah auch gewaltverherrlichende und sexistische Botschaften, sagte der Vorsitzende Stephan Doll.

"Geistige Brandstiftung"

Nach Ansicht von Bayerns Antisemitismusbeauftragtem Ludwig Spaenle (CSU) hat sich der Rapper von Antisemitismus-Vorwürfen nie ausreichend distanziert. "Man könnte das geistige Brandstiftung nennen", hatte Spaenle im Vorfeld eines Konzertes in München gesagt, das am Samstag stattfinden soll.

Der 35-jährige Künstler wies Antisemitismusvorwürfe zuletzt stets zurück. Bei der Echo-Preisverleihung 2018 hatten er und der Rapper Farid Bang mit antisemitisch bewerteten Texten für einen Eklat gesorgt, der Preis wurde abgeschafft. Mehrere ihrer Titel stehen auf dem Index für jugendgefährdende Schriften.

Konzert am 9. November abgesagt

Die Stadt Rastatt in Baden-Württemberg hatte ein Konzert am 9. November, dem Gedenktag an die Novemberpogrome von 1938, abgesagt.


Das war möglich, weil ein städtischer Eigenbetrieb der Veranstalter war. In Nürnberg und München liefen Verbotsversuche bislang ins Leere.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal