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Nürnberg: H&M soll Daten von Mitarbeitern missbraucht haben

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H&M soll Mitarbeiter in Nürnberg ausgehorcht haben

19.12.2019, 10:13 Uhr | dpa

Nürnberg: H&M soll Daten von Mitarbeitern missbraucht haben. Das Logo des Textilhandelsunternehmens: Hat H&M gegen Datenschutzregeln verstoßen? (Quelle: dpa/Marijan Murat)

Das Logo des Textilhandelsunternehmens: Hat H&M gegen Datenschutzregeln verstoßen? (Quelle: Marijan Murat/dpa)

Die Gewerkschaft Verdi macht H&M schwere Vorwürfe. Der Modegigant aus Schweden soll Daten seiner Mitarbeiter in Nürnberg ohne deren Einverständnis gesammelt und gespeichert haben. 

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat dem Modehändler Hennes&Mauritz (H&M) Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen vorgeworfen. Dabei gehe es um unerlaubtes Speichern persönlicher Daten von Mitarbeitern am Standort Nürnberg. H&M betreibt dort nach Angaben der Gewerkschaft Verdi ein Call Center zur Abwicklung von Bestellungen mit rund 600 Mitarbeitern.

Informationen aus halbprivaten Gesprächen

Eine Verdi-Sprecherin sagte, die Mitarbeiter seien von Vorgesetzten zu Gesprächen gebeten worden, die teilweise einen halbprivaten Charakter gehabt hätten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse seien ohne das Wissen der Mitarbeiter gespeichert worden. Die Praxis sei erst bekannt geworden, nachdem einer der Vorgesetzten die Mitschriften auf einem öffentlich zugänglichen Laufwerksordner abgelegt habe.

Bei H&M hieß es am Mittwochabend, der Vorfall werde nach wie vor sehr ernst genommen. Der Schutz der persönlichen Daten der Mitarbeiter habe oberste Priorität. Der zuständige Datenschutzbeauftragte sei informiert und der Vorfall "unverzüglich an die Aufsichtsbehörde für Datenschutz in Hamburg gemeldet" worden. Diese prüfe, ob die gespeicherten Daten den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.


Darüber hinaus stehe H&M mit allen betroffenen Mitarbeitern in Austausch. Die Daten seien gesichert und lägen der Aufsicht vor: "Sie bleiben unangetastet bis zum Abschluss der Prüfung durch die Aufsichtsbehörde." Alle Mitarbeiter, die Einsicht anfordern, erhalten diese laut H&M uneingeschränkt. Über die Vorwürfe hatten zuvor mehrere Medien berichtet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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