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Nürnberg: OB Ulrich Maly geht guten Gewissens

Bilanz nach 18 Jahren  

Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly geht guten Gewissens

26.12.2019, 10:22 Uhr | dpa

Nürnberg: OB Ulrich Maly geht guten Gewissens. Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly

Ulrich Maly (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg. Foto: Daniel Karmann/dpa (Quelle: dpa)

Ulrich Maly war 18 Jahre lang Oberbürgermeister von Nürnberg. Jetzt verabschiedet er sich aus dem Amt – und zieht eine positive Bilanz seiner Arbeit.

Nach 18 Jahren an der Spitze von Bayerns zweitgrößter Stadt blickt Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) mit gutem Gewissen auf seine Amtszeit zurück. In dieser Zeit sei es der Stadt gelungen, den industriellen Strukturwandel trotz einiger Großinsolvenzen wie AEG und Quelle zu bewältigen und sich aus der Abhängigkeit von wenigen Großunternehmen zu lösen, sagte Maly der Deutschen Presse-Agentur.

Seit 2002 sei die Arbeitslosigkeit in der Frankenmetropole von 14,1 Prozent auf heute 4,8 Prozent gesunken und die Versorgung von unter Dreijährigen mit Krippenplätzen von zwei auf heute 38 Prozent gestiegen. Im städtischen Haushalt seien die Investitionen vervierfacht worden. "Davon geht ein Viertel in die Bildungsinfrastruktur, in neue Schulen und Kindergärten", listete Maly auf.

Hohe Pro-Kopf-Verschuldung der Stadt

Allerdings weise die Stadt unter den bayerischen Kommunen mit Passau die höchste Pro-Kopf-Verschuldung auf. "Das lässt mich aber nicht so arg mit einem schlechten Gewissen zurück, denn wenn wir bei der heutigen Zinslage nicht Schulden aufnehmen, um zu investieren, machen wir einen Fehler."

Ambitionen auf Landesebene hätten ihn nie gereizt, sagte der 59-Jährige, der auf insgesamt 30 Jahre als "durch und durch überzeugter Kommunalpolitiker" zurückschaut. Vor seiner ersten Wahl zum Oberbürgermeister war der promovierte Volkswirt SPD-Fraktionsgeschäftsführer und Kämmerer, später Vorsitzender des Bayerischen und Präsident des Deutschen Städtetags. Er sei optimistisch, dass sein designierter Nachfolger und Spitzenkandidat bei der Kommunalwahl am 15. März 2020, Thorsten Brehm, den OB-Sessel für die SPD halten werde, betonte er.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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