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Nürnberg: Viele positive Reaktionen für erstes lesbische Prinzenpaar

"Wir leben nicht mehr im Mittelalter"  

Erstes lesbische Prinzenpaar in Nürnberg kommt gut an

10.01.2020, 16:41 Uhr | t-online.de, cf, dpa

Nürnberg: Viele positive Reaktionen für erstes lesbische Prinzenpaar. Das Prinzenpaar der Fastnachtsgesellschaft "Crazy Dancers": Marcella I. und ihre Lieblichkeit Senna I. sind das erste lesbische Prinzenpaar beim Nürnberger Fasching. (Quelle: Fastnachtsgesellschaft Crazy Dancers e.V.)

Das Prinzenpaar der Fastnachtsgesellschaft "Crazy Dancers": Marcella I. und ihre Lieblichkeit Senna I. sind das erste lesbische Prinzenpaar beim Nürnberger Fasching. (Quelle: Fastnachtsgesellschaft Crazy Dancers e.V.)

Erstmals in der Geschichte des Nürnberger Faschings gibt es ein lesbisches Prinzenpaar. Viele reagierten positiv auf Prinz Marcella I. und ihre Lieblichkeit Senna – bis auf wenige Ausnahmen.

Die Reaktionen auf das erste lesbische Prinzenpaar in der Geschichte des Nürnberger Faschings sind bislang insgesamt positiv ausgefallen. Das schilderte "Prinz" Marcella Suljkanovic nun in einem Interview mit dem Portal "nordbayern.de".

Wie t-online.de berichtete, wählte die Fastnachtsgesellschaft "Crazy Dancers" in Nürnberg-Reichelsdorf im November beiden Frauen Marcella und Senada Suljkanovic zum Prinzenpaar – eine Premiere im Nürnberger Fasching. Sie sind seit 2018 miteinander verheiratet und engagieren sich seit Jahren im Verein. 

Beim Einkaufen erkannt

Das sorgte für einigen Wirbel, wie Marcella Suljkanovic berichtet. "Von Stunde zu Stunde haben mehr Menschen angerufen, wir haben richtig viele Interviews gegeben und Fotos gemacht", so Suljkanovic. Viele Nürnberger reagierten aufgeschlossen. "Zum Beispiel beim Einkaufen haben uns oft Menschen erkannt und kamen auf uns zu: ,Ihr seid doch das Prinzenpaar!‘", sagte sie.

Allerdings hätte es auch einige unschöne Kommentare im Internet gegeben, wie beispielsweise "Erst das Christkind und dann das". Suljkanovic nahm sich diese Aussagen nicht zu Herzen. "Die verstehen einfach die Welt nicht mehr, weil sie noch nicht gemerkt haben, dass wir nun mal nicht mehr im Mittelalter leben." Generell hätte aber das positive Feedback überwogen.

Warum kein Prinzessinnenpaar?

Fragen gab es allerdings auch, zum Beispiel warum die beiden Frauen als "Prinzenpaar" und nicht als "Prinzessinnenpaar" bezeichnet werden. "Zwei Frauen als Faschingspaar sind ja schon eine große Neuheit", sagte Marcella Suljkanovic, "da darf doch wenigstens beim Namen etwas Tradition gewahrt werden." 

Marcella I. und ihre Lieblichkeit Senna I. sind allerdings nicht das erste gleichgeschlechtliche Prinzenpaar in Bayern. Im vergangenen Jahr gab es im mittelfränkischen Schwanstetten bereits ein schwules Prinzenpaar.

Verwendete Quellen:

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