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Corona/Nürnberg: Dutzende Kinder nutzen Notbetreuung zum Selbstschutz

Vor häuslicher Gewalt  

Dutzende Kinder nutzen Notbetreuung zum Selbstschutz

11.06.2020, 15:55 Uhr | dpa

Corona/Nürnberg: Dutzende Kinder nutzen Notbetreuung zum Selbstschutz. Ein Flipchart mit der Aufschrift "Anmeldung Notbetreuung" (Symbolbild): Zahlreiche Kinder haben hier Zuflucht vor schwierigen häuslichen Verhältnissen gefunden.  (Quelle: dpa/Daniel Reinhardt)

Ein Flipchart mit der Aufschrift "Anmeldung Notbetreuung" (Symbolbild): Zahlreiche Kinder haben hier Zuflucht vor schwierigen häuslichen Verhältnissen gefunden. (Quelle: Daniel Reinhardt/dpa)

In Nürnberg haben viele Kinder die Kita-Notbetreuung genutzt, um sich vor kritischen häuslichen Situationen zu schützen. Schon zu Beginn der Corona-Krise wurde ein Anstieg der häuslichen Gewalt befürchtet – zurecht.

Dutzende Kinder in Bayern haben in der Corona-Krise zu ihrem eigenen Schutz die Notbetreuung in Kindertagesstätten besucht. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den großen Städten im Freistaat hervor. Allein in Nürnberg waren es im Mai 80 – Tendenz steigend. Es handele sich um Kinder "mit einer kritischen häuslichen Situation, die als mögliche Kindeswohlgefährdung einzustufen war", teilte die Stadt mit.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) warnte Ende April, rund einen Monat nach dem Beginn der strengen Anti-Corona-Maßnahmen, vor einem erhöhten Konflikt- und Stresspotenzial, wenn Familien in der Corona-Krise viel Zeit auf engem Raum zu Hause verbringen. Deswegen müsse genau abgewogen werden zwischen dem Gesundheitsschutz der Kinder vor dem Coronavirus und dem Kindeswohl insgesamt. Erste Studien wie eine Anfang Juni veröffentlichte Untersuchung der Technischen Universität München und des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung zu häuslicher Gewalt in der Corona-Krise zeigen, dass die Befürchtungen sich bewahrheiten dürften.

Nach wochenlanger Corona-Zwangspause zeichnet sich in Bayern nun langsam aber sicher ein Ende der ohnehin schon immer weiter ausgebauten Notbetreuung ab. Von Montag an sollen auch die Kinder zurück in die Kindergärten dürfen, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden. Gleiches gilt für Kinder, die vor dem Übergang in den Kindergarten stehen – sie dürfen dann wieder in die Krippe gehen. Damit könnten rund 80 Prozent der Kinder wieder ihre Einrichtungen besuchen. Zum 1. Juli soll das allen möglich sein.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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