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Nürnberg: "Fair Toys" will Spielzeug nachhaltiger machen

Nachhaltig spielen  

Nürnberger Organisation will Spielzeug-Produktion überwachen

14.07.2020, 15:50 Uhr | dpa

Nürnberg: "Fair Toys" will Spielzeug nachhaltiger machen. Kleiner Junge mit Kuscheltier: Eine neue Organisation will die Spielzeugherstellung sozial- und umweltverträglich machen. (Quelle: imago images/Symbolbild/Blickwinkel)

Kleiner Junge mit Kuscheltier: Eine neue Organisation will die Spielzeugherstellung sozial- und umweltverträglich machen. (Quelle: Symbolbild/Blickwinkel/imago images)

In Nürnberg will sich eine neue Organisation für mehr Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen in der Spielzeugbranche einsetzen. Was steckt hinter "Fair Toys"?

Bei der Produktion von Spielzeug geht es oft alles andere als fair und nachhaltig zu. Damit sich das ändert, hat sich am Dienstag in Nürnberg die "Fair Toys"-Organisation gegründet. Daran beteiligt sind die Spielwarenbranche und Initiativen, die sich seit langem für Arbeits- und Menschenrechte sowie den Umweltschutz einsetzen.

Die Organisation will die sozialen und ökologischen Standards in der gesamten Lieferkette verbessern und deren Einhaltung kontrollieren. Dafür will die Organisation künftig ein Siegel vergeben, das jährlich überprüft wird.

Das meiste Spielzeug stamme heute aus Schwellen- und Entwicklungsländern wie China und Vietnam, sagte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Norbert Barthle, in einer Video-Botschaft. Die Produktion schaffe Arbeitsplätze, führe aber auch zur Ausbeutung von Menschen und Natur. Ein Siegel sorge daher für mehr Transparenz beim Einkauf.

Warum sind bestehende Siegel unglaubwürdig?

Die bestehenden Siegel für Spielwaren haben nach Angaben der "Fair Toys"-Organisation den Nachteil, dass diese von der Industrie gegründet und deshalb wenig glaubwürdig seien. Diese setzten dabei vor allem auf punktuelle Überprüfung, sagte Jürgen Bergmann vom Vorstand der neuen Organisation.

"Wenn man nur ein Glied der Lieferkette einmal im Jahr in den Blick nimmt, wird man das Problem nicht lösen." Die Fair Toys Organisation will deshalb die gesamte Lieferkette und das komplette Sortiment eines Spielzeugherstellers anschauen.

Verwendete Quellen:

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