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NSU-Opfer aus Nürnberg: Hier steht jetzt ein Enver-Şimşek-Platz

Enver-Şimşek-Platz  

Stadt in Thüringen benennt Ort nach getötetem Nürnberger

18.09.2020, 11:27 Uhr | dpa, t-online

NSU-Opfer aus Nürnberg: Hier steht jetzt ein Enver-Şimşek-Platz . Ein Plakat hängt an einem Mast: Die Gedenkkundgebung am zukünftigen "Enver-Simsek-Platz" in Jena-Winzerla findet am 19. September statt.  (Quelle: dpa/Martin Schutt/dpa-Zentralbild)

Ein Plakat hängt an einem Mast: Die Gedenkkundgebung am zukünftigen "Enver-Simsek-Platz" in Jena-Winzerla findet am 19. September statt. (Quelle: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa)

Vor 20 Jahren wurde in Nürnberg Enver Şimşek von Rechtsextremen niedergeschossen. Zum Gedenken wird nun ein Platz nach ihm benannt – doch der befindet in einer anderen Stadt.

Am 9. September 2000 wurde Enver Şimşek in Nürnberg niedergeschossen und starb zwei Tage später. Er gilt als das erste Opfer der rassistisch motivierten Mordserie des NSU. Nun wird in Jena ein Platz nach dem damals Getöteten benannt. Die offizielle Namensgebung für den zuvor namenlosen Platz findet am 19. September statt. Zur Gedenkveranstaltung werden auch die beiden Kinder Şimşeks erwartet.

Der bisher namenlose Platz befindet sich im Stadtteil Jena-Winzerla, wo das später untergetauchte NSU-Trio aufwuchs und sich in den 1990er Jahren radikalisierte.

"Enver-Simsek-Platz" steht auf einem Straßenschild: Am 9. September 2000 wurde Enver Simsek in Nürnberg niedergeschossen.  (Quelle: dpa/Martin Schutt)"Enver-Simsek-Platz" steht auf einem Straßenschild: Am 9. September 2000 wurde Enver Simsek in Nürnberg niedergeschossen. (Quelle: Martin Schutt/dpa)

Şimşek steht dabei stellvertretend für die insgesamt zehn Mordopfer des NSU-Terrors, die zwischen 2000 und 2007 ermordet wurden. Auch an sie wird in Jena mit einer separaten Tafel an gleicher Stelle erinnert. Neben Şimşek wurden in Nürnberg auch der Änderungsschneider Abdurrahim Özudogru und der Imbissbetreiber Ismail Yasar Opfer der NSU-Mordserie. 

Eine Gedenktafel mit dem Abbild des NSU-Opfers (Archivbild): Hier befand sich der Tatort. (Quelle: dpa/Daniel Karmann)Eine Gedenktafel mit dem Abbild des NSU-Opfers (Archivbild): Hier befand sich der Tatort. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)

Ein Bündnis von Vereinen und Parteien fordert dort unter anderem, die Straßen an den Tatorten nach ihnen zu benennen sowie dort Gedenktafeln oder Mahnmale aufzustellen. Auf diese Weise soll das Gedenken sichtbarer werden. Die Stadtverwaltung ist da allerdings zurückhaltend. Eine Sprecherin betonte jüngst, dass bereits in mehreren Formaten dauerhaft der Opfer gedacht werde.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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