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Nürnberg ist Risikogebiet für giftige Raupen – Raupen schlüpfen bald

Erste Raupen schlüpfen bald  

Eichenprozessionsspinner in Nürnberg aktiv

15.03.2021, 12:15 Uhr | dpa

Nürnberg ist Risikogebiet für giftige Raupen – Raupen schlüpfen bald. Eichenprozessionsspinner sind am Stamm einer Eiche zu sehen (Symbolbild): In der Gegend um Nürnberg ist der Schädling weit verbreitet. (Quelle: dpa/Friso Gentsch)

Eichenprozessionsspinner sind am Stamm einer Eiche zu sehen (Symbolbild): In der Gegend um Nürnberg ist der Schädling weit verbreitet. (Quelle: Friso Gentsch/dpa)

Um Nürnberg herum hat sich der Eichenprozessionsspinner ausgebreitet. Die Raupen schlüpfen bald – und können für Menschen gefährlich werden.

Die ersten giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners könnten schon bald schlüpfen. "Bei warmen Temperaturen ist es Anfang April soweit", sagte Gabriela Lobinger von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Freising. Die Tiere könnten ohne Problem zwei Wochen hungern, um dann die gerade aufbrechenden Eichen-Blattknospen zu fressen.

Wie stark Bayern dieses Jahr von den Schädlingen betroffen sein wird, sei schwer einzuschätzen. Seit 2015 steige die Population in Bayern aber deutlich an. Im schlimmsten Fall könnten ganze Wälder durch die Raupen kahlgefressen werden. "Diese Situation zeichnet sich aber für 2021 nirgendwo in den bayerischen Eichenwäldern ab", meinte Lobinger.

Haare können Asthma auslösen

In besiedelten Gebieten werden die Raupen trotzdem bekämpft – meist durch Absaugen der Gespinstnester. Die feinen Brennhaare der Raupen sind für Menschen nämlich giftig. Bei Hautkontakt kann es der Behörde zufolge zu Ausschlägen und Brennen kommen. Beim Einatmen der Haare können schmerzhafter Husten oder Asthma entstehen.

Da der Eichenprozessionsspinner bevorzugt einzeln stehende und gut besonnte Eichen besiedelt, kommt er häufig an Stadt- und Parkbäumen, Straßenalleen, in Gärten und Anlagen sowie an Waldrändern vor.

Hohe Dichten hätten sich besonders im schwäbischen Donauries, in der westlichen Oberpfalz, in Mittelfranken mit Schwerpunkten im Großraum Nürnberg, in Teilen Unterfrankens etabliert, erklärte die Expertin. Aber auch im Raum Ingolstadt und rund um Rosenheim breite sich der Schädling immer weiter aus.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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