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Nachhilfe-Bundesverband befürchtet große Defizite

Solingen  

Nachhilfe-Bundesverband befürchtet große Defizite

29.07.2020, 07:09 Uhr | dpa

Nachhilfe-Bundesverband befürchtet große Defizite. Schule zu Corona-Zeiten

Schüler sitzen im Klassenzimmer, während auf dem Lehrerpult drei kreisrunde Papierschilder mit Aufschriften liegen. Foto: Felix Kästle/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagssschulen befürchtet große Lerndefizite bei den Schülern nach den Sommerferien. "Der VNN erwartet angesichts der Schwierigkeiten des Homeschoolings und der misslungenen Sommerschulen, dass sich das ganze Ausmaß der Lernlücken im kommenden Schuljahr nach den ersten Klassenarbeiten zeigt", sagte die Sprecherin des Bundesverbandes der Nachhilfe- und Nachmittagsschulen, Marion Steinbach, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Art und Weise, wie die Sommerschulen in einigen Bundesländern organisiert sind, seien ein "Skandal", so Steinbach. "Das ist besonders vor dem Hintergrund ärgerlich, dass wir den Kultusministern bereits zu Beginn der Pandemie und erneut anlässlich der geplanten Sommerschulen unsere Unterstützung angeboten haben."

Die Sommerschulen werden in einigen Bundesländern angeboten, um das coronabedingte Lerndefizit bei den Schülern auszugleichen. In Schleswig-Holstein etwa können Kinder bis zum Ende der Sommerferien ihre Lernlücken in den Kernfächern Deutsch, Mathe und Englisch schließen. Ein oder zwei Wochen in den Sommerferien sollen benachteiligte Schüler gefördert werden. Auch in Hamburg gibt es ähnliche Angebote, die vor allem an Schulen in sozial benachteiligten Stadtteilen angeboten werden.

Trotz wochenlangen Homeschoolings in der Corona-Pandemie habe es in der Ferienzeit in Hamburg und Schleswig-Holstein keinen Ansturm auf private Nachhilfekurse gegeben. Das gelte auch für andere Bundesländer, in denen die Sommerferien angefangen haben, sagte Steinbach.

Als einen Grund hierfür sieht die Verbandssprecherin die Sommerschulen in den Bundesländern. Ein weiterer Grund sei, dass Eltern und Schüler nach wochenlangen pandemiebedingten Belastungen die Ferien zur Erholung nutzen wollten.

Die Studienkreis GmbH verzeichnete in Schleswig-Holstein nach eigenen Angaben eine etwas schwächere Nachfrage nach Sommerferien-Kursen als der Bundesdurchschnitt. Hamburg liege im Durchschnitt. Insgesamt sei die bundesweite Nachfrage etwas schwächer als im Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilte. Dennoch sei das Ferienkurs-Angebot ergänzt worden, um den Versäumnissen aus der Homeschoolingzeit gerecht zu werden. Studienkreis ist neben der Schülerhilfe einer von zwei großen kommerziellen Nachhilfe-Anbietern in Deutschland.

"Aus Erfahrung wissen wir, dass sobald nach den Ferien die ersten Klausuren geschrieben werden, der Bedarf an Nachhilfe wieder steigen wird", sagte eine Sprecherin des Branchenkonkurrenten Schülerhilfe.

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