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Grüne im Südwesten auf Rekordhoch: CDU abgeschlagen

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Grüne im Südwesten auf Rekordhoch: CDU abgeschlagen

19.09.2019, 16:11 Uhr | dpa

Grüne im Südwesten auf Rekordhoch: CDU abgeschlagen. Ministerpräsident Kretschmann

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild (Quelle: dpa)

Rekordwert für die Grünen, dramatische Lage für die CDU: Nach der Ankündigung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, bei der Landtagswahl 2021 wieder antreten zu wollen, sind die Werte für seine Partei im Südwesten auf bundesweit historische 38 Prozent geklettert. Hingegen liegt die CDU mit Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann mit 26 Prozent abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap für den Südwestrundfunk (SWR) und die "Stuttgarter Zeitung" hervor. Eineinhalb Jahre vor der Wahl ist die CDU weit von ihrem Ziel entfernt, den Regierungschef zu stellen.

Kretschmann regiert seit 2011, erst mit einem grün-roten Bündnis und seit 2016 mit einer grün-schwarzen Koalition. Er hatte am 12. September erklärt, für eine dritte Amtszeit antreten zu wollen. Bei der Landtagswahl 2016 waren die Grünen auf 30,3 Prozent gekommen und erstmals stärkste Kraft bei einer Landtagswahl überhaupt geworden. Die 38 Prozent sind der höchste Wert, den Infratest dimap nach eigenen Angaben bundesweit jemals für die Grünen registriert hat. Es ist allen Anzeichen nach überhaupt der höchste Wert, den ein Institut jemals für die Grünen auf Landesebene in Deutschland gemessen hat.

Die SPD kommt in der neuen Umfrage auf 8 Prozent - dies ist für sie ein Allzeittief in Baden-Württemberg. Die AfD, derzeit größte Oppositionsfraktion, liegt bei 12 Prozent und die FDP bei 8 Prozent. Die Linke wäre mit 3 Prozent weiterhin nicht im Landtag vertreten.

Kretschmanns Entscheidung für eine erneute Spitzenkandidatur stößt bei 71 Prozent der Befragten auf Zustimmung. 77 Prozent sind zufrieden oder sehr zufrieden mit seiner Arbeit. Eisenmann, die derzeit Kultusministerin ist, kann 23 Prozent der Bürger mit ihrer Arbeit überzeugen. Könnten die Menschen den Regierungschef direkt wählen, würden sich 69 Prozent für Kretschmann entscheiden, aber nur 13 Prozent für seine Herausforderin. Eisenmann hat damit einen noch schlechteren Wert als CDU-Landeschef Thomas Strobl, der im März bei dieser Frage auf 17 Prozent gekommen war. Strobl hatte im Sommer zugunsten von Eisenmann auf die Spitzenkandidatur verzichtet.

Im bundesweiten Vergleich ist Kretschmann laut dieser Umfrage weiter der beliebteste Ministerpräsident. Dabei reicht seine Popularität weit über das eigene Lager hinaus: Auch Anhänger von FDP (85 Prozent), CDU (83 Prozent), SPD (70 Prozent) und AfD (56 Prozent) sind mehrheitlich zufrieden mit seiner Arbeit als Regierungschef.

Kretschmann erklärte, trotz der guten Werte auf dem Teppich bleiben zu wollen. "Wir sind da, um zu arbeiten und die Probleme zu lösen und nicht, sich in Umfragen zu sonnen." CDU-Generalsekretär Manuel Hagel teilte zu den Werten für seine Partei mit: "Diese Momentaufnahme ist für uns kein Grund zur Freude – sie ist für uns Ansporn." Die Wahl werde im Frühjahr 2021 entschieden - die Zeit bis dahin wolle man nutzen. "Die CDU ist aus einem Holz geschnitzt, dass sie solche Zahlen nicht erstarren lassen." Die CDU sei hochmotiviert.

SPD-Landeschef Andreas Stoch bezeichnete die Zahlen für seine Partei als Katastrophe. Die SPD dürfe aber den Kopf nicht hängenlassen. "Nach wie vor bin ich überzeugt, dass wir als SPD die richtigen Antworten geben können." FDP-Landeschef Michael Theurer meinte, nun erschienen im Südwesten Zweierkoalitionen außerhalb von Grün-Schwarz wieder möglich. Theurer hatte schon im Sommer eine grün-gelbe Koalition unter Kretschmanns Führung ab 2021 ins Gespräch gebracht.

AfD-Landeschef Bernd Gögel wertete die Zahlen für seine Partei als Beleg dafür, dass sich die AfD "in mitunter unruhigem Fahrwasser" zu behaupten wisse. In der Fraktion gibt es seit langem einen Machtkampf zwischen gemäßigten Abgeordneten um Gögel, der auch Fraktionschef ist, und Mitgliedern vom rechten Rand um Fraktionsvize Emil Sänze.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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