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Verbände fordern mehr Geld für Artenschutz

Stuttgart  

Verbände fordern mehr Geld für Artenschutz

14.10.2019, 11:15 Uhr | dpa

Verbände fordern mehr Geld für Artenschutz. Streuobstwiese

Äpfel sind auf einer Wiese mit Streuobstbäumen zu sehen. Foto: Patrick Seeger/dpa (Quelle: dpa)

Ein breites Bündnis von Agrarverbänden, Natur- und Tierschützern fordert mehr Geld im Kampf gegen das Artensterben auf Äckern und Wiesen. Die grün-schwarze Landesregierung sei zwar auf dem richtigen Weg, müsse allerdings mindestens 225 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich investieren, erklärte das Bündnis am Montag in Stuttgart.

Zu den mehr als ein Dutzend Verbänden gehören der Nabu, der BUND, der Landesjagdverband, der Schafzuchtverband und der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft. Aus ihrer Sicht sind die Förderprogramme für die Landwirtschaft grundsätzlich geeignet, die Biodiversität zu stützen. Es gebe aber dringenden Weiterentwicklungsbedarf. Derzeit werden die wichtigsten Förderprogramme mit 145 Millionen Euro unterstützt.

"Zur Zeit sägen wir den Ast ab, auf dem wir sitzen", sagte Brigitte Dahlbender, die Landesvorsitzende des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Nabu-Landeschef Johannes Enssle warnte: "Wir versuchen, einen riesigen Waldbrand mit einem kleinen Feuerlöscher zu löschen." Der geforderte Mehrbedarf entspreche 20 Euro pro Einwohner und Jahr.

Markus Rösler, der naturschutzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, sieht zwar ebenfalls einen Bedarf für Investitionen, räumt aber ein: "Diesen Mehrbedarf können wir nicht kurzfristig schultern, müssen ihn aber so schnell wie möglich angehen."

Mit ihrer Studie "Kulturlandschaft 2030" wollen die Verbände aufzeigen, welche Förderung nötig ist, um den Verlust der Artenvielfalt im Ackerbau, im Grünland, beim Streuobst, im Erwerbsobstbau und im Weinbau zu stoppen. Es müssten Anreize geschaffen werden, damit sich Naturschutz für Landwirte lohne. Maßnahmen dürften nicht mehr nur auf kleinen Teilflächen umgesetzt, die Agrarförderung müsse entbürokratisiert werden, Streuobstförderung solle es auch für Privatpersonen geben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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