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Schwächelnde Industrie zieht Südwest-Wirtschaft ins Minus

Stuttgart  

Schwächelnde Industrie zieht Südwest-Wirtschaft ins Minus

21.10.2019, 13:18 Uhr | dpa

Schwächelnde Industrie zieht Südwest-Wirtschaft ins Minus. Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Foto: Marijan Murat/dpa (Quelle: dpa)

Erstmals seit sechs Jahren ist die Wirtschaft in Baden-Württemberg im Vorjahresvergleich in einem Quartal wieder geschrumpft. Im zweiten Quartal 2019 - also zwischen April und Juni - sei die reale Wirtschaftsleistung ersten Berechnungen zufolge um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken, teilte das Statistische Landesamt am Montag in Stuttgart mit. Dabei handele es sich um das erste Quartals-Minus seit dem Jahresbeginn 2013.

Grund seien schwindende Umsätze vor allem im Fahrzeug- und Maschinenbau gewesen. Bei den Autoherstellern und -zulieferern habe das Minus im Vorjahresvergleich 1,8 Prozent betragen, bei den Maschinenbauern seien die Erlöse um 2,7 Prozent zurückgegangen.

Bundesweit war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken, im Vergleich zum Vorjahresquartal hatte es dagegen leicht um 0,4 Prozent zugelegt. Als Gründe für die schwierige Lage hatten Experten internationale Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltkonjunktur ausgemacht.

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sagte, die konjunkturelle Abschwächung im Südwesten sei vor allem auf "Unsicherheiten im weltwirtschaftlichen Umfeld" zurückzuführen. "Diese Unsicherheiten setzen dem Verarbeitenden Gewerbe und damit unserer Wirtschaft mit ihrem stark außenwirtschaftlich orientierten Industriesektor besonders zu." Die Auslandsumsätze im Verarbeitenden Gewerbe sanken laut Landesamt im Vorjahresvergleich im zweiten Quartal um 1,6 Prozent - die Inlandsumsätze fielen um 3,0 Prozent.

Hoffmeister-Kraut sagte, es sei zu erwarten, dass Baden-Württembergs Wirtschaft im Gesamtjahr schwächer als die deutsche Wirtschaft insgesamt wachsen werde. Es gebe daher Handlungsbedarf. Kurzfristig müssten arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie eine flexiblere Anwendung des Kurzarbeitergelds umgesetzt werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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