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Stuttgart: Hunderttausende Bahnfahrer von Sperrung betroffen

Fahrtzeit verdoppelt sich  

Hunderttausende Bahnfahrer von Sperrung betroffen

29.01.2020, 10:04 Uhr | dpa

Stuttgart: Hunderttausende Bahnfahrer von Sperrung betroffen. Blick auf den Stuttgarter Hauptbahnhof: Ab April wird die Strecke zwischen Stuttgart und Mannheim gesperrt. (Quelle: imago images/Arnulf Hettrich)

Blick auf den Stuttgarter Hauptbahnhof: Ab April wird die Strecke zwischen Stuttgart und Mannheim gesperrt. (Quelle: Arnulf Hettrich/imago images)

Die Bahnstrecke zwischen Stuttgart und Mannheim wird wegen einer Generalüberholung für ein halbes Jahr gesperrt. Zahlreiche Bahnreisende, auch aus anderen Städten, werden das zu spüren bekommen.

Bahnreisende zwischen Mannheim und Stuttgart müssen wegen einer Vollsperrung ab dem 10. April mit 45 Minuten zusätzlicher Fahrtzeit rechnen. Bis Ende Oktober wird die Schnellbahntrasse wegen einer Generalüberholung komplett gesperrt. Das werden etwa auch Reisende von Frankfurt oder von Mainz nach Stuttgart zu spüren bekommen.

Umgeleitet wird über eine andere Trasse – von Stuttgart aus via Mühlacker, Bruchsal und Schwetzingen. Auf der Schnellstrecke fahren momentan täglich 185 Fern- und mehr als 20 Güterzüge, die Fahrt zwischen Mannheim und Stuttgart dauert 37 Minuten. Bis zu 66.000 Fahrgäste sind dort täglich unterwegs.

Bewusste Entscheidung für Vollsperrung

Eine Sanierung in Abschnitten kam für die Bahn nicht infrage. Ein Konzernsprecher erläutert: "Es ist eine bewusste Entscheidung gewesen, komplett zu sperren, statt drei bis vier Jahre mit Einschränkungen zu leben."

Fahrgäste aus Frankfurt müssen bis nach Stuttgart 30 bis 45 Minuten länger einkalkulieren. Auch von und nach Mainz müssen Fahrgäste mehr Zeit einplanen. Nach Heidelberg dauert die Fahrt von Stuttgart aus dann 70 Minuten, 30 Minuten länger als sonst. Auch Fernreisende, die etwa von München nach Paris wollen, müssen sich auf Widrigkeiten einstellen.

Die Bauarbeiten bremsen auch den Nahverkehr ab sowie Fahrten zwischen Karlsruhe oder Pforzheim und Stuttgart. Von Karlsruhe nach Stuttgart verlängert sich die Fahrzeit um 15 bis 20 Minuten. Die Frequenz nimmt ebenfalls ab: So wird es laut Bahn zwischen Stuttgart und Mannheim "meist" drei statt vier Züge innerhalb von zwei Stunden geben.

Der Fahrgastverband Pro Bahn mahnt kundenfreundliche Regelungen für die bevorstehenden Härten an. Landeschef Stefan Buhl fordert von der Bahn, Pendlern mit gesenkten Ticketpreisen entgegenzukommen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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