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Coronavirus in Stuttgart: Winfried Kretschmann erwartet hohe Fallzahl

Coronavirus in Baden-Württemberg  

Ministerpräsident Kretschmann erwartet mehr Infektionen

10.03.2020, 15:48 Uhr | dpa

Coronavirus in Stuttgart: Winfried Kretschmann erwartet hohe Fallzahl. Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen): Er rechnet mit einer Erhöhung der Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg. (Quelle: dpa/Marijan Murat/Archivbild)

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen): Er rechnet mit einer Erhöhung der Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg. (Quelle: Marijan Murat/Archivbild/dpa)

Seit Tagen steigt die Anzahl der Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg. In Stuttgart ist die Zahl der bisher bekannten Fälle noch überschaubar. Der Landesvater erwartet jedoch mehr Fälle.

Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus steigt in Baden-Württemberg seit Tagen stark. Und ein Ende ist nach Einschätzung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann noch lange nicht erreicht, im Gegenteil. Die Zahl der Kranken werde deutlich steigen, man stehe erst am Anfang der Ausbreitung, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Ziel sei es weiter, die Ausbreitung zu bremsen. Bislang habe man das gut geschafft.

In Baden-Württemberg sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Dienstag mindestens 232 Menschen mit dem Virus infiziert, das ursprünglich aus China stammt. In Stuttgart waren es am Montagabend noch 19 registrierte Fälle. Auch Innenminister Thomas Strobl rechnet mit einer Ausbreitung des Virus. Der CDU-Minister betonte aber auch, für Menschen unter 50 Jahren und ohne Vorerkrankungen ziehe das neuartige Coronavirus keine lebensgefährliche Krankheit nach sich. Es gelte, vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen zu schützen.

Auswirkungen des Coronavirus auf Tourismus und Gastronomie

Unterdessen wirkt sich das Coronavirus zunehmend auf den Alltag im Südwesten aus. Die Hotels und Gaststätten bekommen die Folgen der Vorsichtsmaßnahmen bereits voll zu spüren. Im Durchschnitt lägen die Umsatzeinbußen bereits jetzt bei einem Drittel, sagte CDU-Tourismusminister Guido Wolf der Deutschen Presse-Agentur. Kinos und Theater in Baden-Württemberg trotzen dagegen bislang dem neuartigen Coronavirus. Auch ein Spiel des VfB Stuttgart fand vor fast ausverkaufter Kulisse statt.

Wolf geht nach Gesprächen mit der Branche davon aus, dass bei drei von vier Betrieben im Hotel- und Gastgewerbe der Umsatz deutlich zurückgegangen ist. "Wir müssen alles dafür tun, dass aus der Coronakrise keine Wirtschaftskrise im Tourismus wird", sagte er.

Wolf schloss auch nicht aus, dass Betriebe der Tourismusbranche durch die Krise in Existenzgefahr geraten könnten. Vor allem die Absagen von Messen, Tagungen, Firmenveranstaltungen und Geschäftsreisen führten zu einer enormen Zahl von Stornierungen. In diesem Bereich liege der Rückgang des Buchungsvolumens bei rund 80 Prozent. In den kommenden Tagen wolle die Landesregierung gemeinsam mit der Branche über tragfähige Konzepte beraten. "Allein mit Maßnahmen zu Kurzarbeit wird es dabei nicht getan sein", sagte Wolf.

Stuttgart-Spiel lief noch ohne Einschränkungen ab

Nach Empfehlung von Bundes- und Landesregierung werden Absagen größerer Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern erwartet. Das Nachbar-Bundesland Bayern kündigte an, solche Veranstaltungen zu untersagen, auch Schleswig-Holstein plant entsprechend. Davon könnten unter anderem Messen, große Konzerte und der Profifußball betroffen sein.

Im Gegensatz zu einzelnen Spielen der Ersten Bundesliga, die vor leeren Rängen ausgetragen werden sollen, fand das Zweitliga-Spitzenspiel des VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld am Montagabend (1:1) vor Publikum statt. Aus Angst vor Covid-19 blieb hier kaum jemand zu Hause: 54.302 Zuschauer sahen das Spiel.

Auch bei großen Kinos und Theatern gibt es bisher keine Besucherrückgänge zu verzeichnen. Das teilten etwa die Staatstheater in Stuttgart und Karlsruhe, das Theater Heidelberg, das Nationaltheater in Mannheim sowie Kinos in Mannheim und Heidelberg auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Lediglich einzelne Kinos und Theater berichteten, dass Besucher und Abonnenten vereinzelt darum gebeten hätten, ihre Karten zurückzugeben zu können.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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