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"Stuttgart 21": Schweigemarsch erinnert an Verletzte bei Demo

Eskalation um "Stuttgart 21"  

Schweigemarsch erinnert an Verletzte bei "S 21"-Demo

30.09.2020, 11:10 Uhr | dpa

"Stuttgart 21": Schweigemarsch erinnert an Verletzte bei Demo. Ein Wasserwerfer spritzt im Schlossgarten Stuttgart auf Demonstranten: "S 21"-Kritiker wollen an den "Schwarzen Donnerstag" erinnern.  (Quelle: dpa/picture alliance/Marijan Murat/Archivbild)

Ein Wasserwerfer spritzt im Schlossgarten Stuttgart auf Demonstranten: "S 21"-Kritiker wollen an den "Schwarzen Donnerstag" erinnern. (Quelle: picture alliance/Marijan Murat/Archivbild/dpa)

160 Verletzte bei Auseinandersetzungen mit der Polizei: Das war die Bilanz vom "Schwarzen Donnerstag" 2010. Nun wollen Kritiker von "Stuttgart 21" an die Verwundeten erinnern.

Zehn Jahre nach den blutigen Auseinandersetzungen von Polizei und Gegnern des Bahnhofsprojektes "Stuttgart 21" wollen Kritiker des Bauvorhabens an den sogenannten "Schwarzen Donnerstag" erinnern. Am Mittwochabend gedenken sie mit einem Schweigemarsch und einer Kundgebung des Protestes.

Das Bahnprojekt "Stuttgart 21" umfasst den Umbau des Hauptbahnhofs und die Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm. Nach letzten Schätzungen soll es 8,2 Milliarden Euro kosten.

Zwei Männer stützen den durch einen Wasserwerfer verletzten Dietrich Wagner: Der Tag der Proteste ist als "Schwarzer Donnerstag" bekannt geworden. (Quelle: dpa/picture alliance/Marijan Murat/Archivbild)Zwei Männer stützen den durch einen Wasserwerfer verletzten Dietrich Wagner: Der Tag der Proteste ist als "Schwarzer Donnerstag" bekannt geworden. (Quelle: picture alliance/Marijan Murat/Archivbild/dpa)

Der Protest gegen das Projekt hat wie kein anderes Thema die Stadtgeschichte der vergangenen Jahre geprägt. Am "Schwarzen Donnerstag" war der Konflikt um "Stuttgart 21" eskaliert, laut Innenministerium wurde dabei weit mehr als 160 Menschen verletzt.

Ebenfalls am Jahrestag setzt sich der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim mit dem Streit um den Bahnhof auseinander. Ein Mitglied der Gruppe "Ingenieure 22" klagt gegen das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) wegen des aus seiner Sicht unzureichenden Brandschutzes im Tiefbahnhof, dem Kernstück des Milliarden-Vorhabens. Dabei macht er als künftiger Nutzer des Tiefbahnhofs sein Grundrecht auf Schutz des Lebens geltend. Das EBA hat beantragt, die Klage abzuweisen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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