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Stuttgart: Landesmuseum zeigt Ausstellung zum Thema Mode

Wie entstehen Trends?  

Landesmuseum zeigt Ausstellung rund um Mode

22.10.2020, 15:10 Uhr | dpa

Stuttgart: Landesmuseum zeigt Ausstellung zum Thema Mode. Kleid des Designers John Galliano für Christian Dior (Symbolbild): Das Landesmuseum Württemberg widmet eine Ausstellung dem Thema Mode. (Quelle: imago images/epd)

Kleid des Designers John Galliano für Christian Dior (Symbolbild): Das Landesmuseum Württemberg widmet eine Ausstellung dem Thema Mode. (Quelle: epd/imago images)

"Was ziehe ich heute an?"  Diese Frage stellt sich täglich aufs neue. Dabei sind unsere Kleiderschränke zum Bersten voll. Das Landesmuseum Württemberg will das Thema Mode von allen Seiten kritisch beleuchten.

Das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart widmet sich von Samstag an dem komplexen System Kleidung, ihrer Produktion, was Designer, Social Media/Influencer und Modemagazine daraus machen und ihrer Konsumenten.

Die Schau, die noch bis 25. April geht, möchte nicht "die klassische Schiene" fahren. Sie legt auf die Interaktion mit dem Besucher Wert. "Mode ist nicht nur Kleidung. Es braucht einen Träger, damit das zur Mode wird", erklärt Kuratorin Raffaela Sulzner am Donnerstag in Stuttgart. Über eine Videoinstallation äußern sich in der Ausstellung deswegen unterschiedliche Menschen zu ihrem Verständnis von Mode. Zugleich werden die Besucher beim Rundgang nach ihrem Verhältnis zu Mode befragt und was sie eigentlich ausdrücken wollen, wenn sie bestimmte Kleidung anziehen. Denn oft sei Mode auch Kommunikation, so das Museum.

Kleider berühmter Designer und Stil-Ikonen 

Auf über 1.000 Quadratmetern zeigt die Schau rund 250 Exponate, davon sind 80 Objekte aus der eigenen Sammlung, der Rest Leihgaben aus zehn Ländern. Corona-bedingt nicht geschafft hat es ein Chanelkleid von Jackie Kennedy und eine Jacke von John Lennon. Präsentiert wird viel internationale Modegeschichte von den 1950er Jahren bis heute.

Darunter Haute-Couture-Entwürfe bekannter Designer wie eine aufwendig drapierte Robe von John Galliano für Dior oder ein ausladendes Abendkleid des Pariser Modehauses Balmain, das über und über mit Swarovski-Kristallen, Perlen und Silberfäden bestickt ist. Aber auch Originalkleider vergangener Stil-Ikonen, etwa Kaiserin Elisabeth von Österreich, Marlene Dietrich und David Bowie, sind zu sehen.

Von der Planung bis zum Alltagsgegenstand

Die Ausstellung ist in mehrere Bereiche unterteilt. In einem verfolgt man, wie Designer von ihrer Vision zum fertigen Stück vorgehen. Zwei Absolventen der Modeschule Pforzheim zeigen dazu jeweils ein Objekt ihrer Abschlusskollektion. Ein anderer Bereich nennt sich "Mode zeigen". Darin ein nachempfundener Catwalk in einem Flur mit Spiegelkabinett, an dessen Ende eine Videoprojektion, die Voguing-Tänzer zeigt.

Dieser Tanzstil kennzeichnet sich durch seine typisch linearen und rechtwinkligen Arm- und Beinbewegungen in Anlehnung an Posen und Körperhaltungen von Models. Die Bezeichnung stammt von der gleichnamigen Modezeitschrift Vogue. In der Abteilung "Mode tragen" sieht man ein ganz spezielles Stück: Birkenstocks, die Apple-Mitbegründer Steve Jobs im Alltag trug.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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