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Stuttgart: Ausstellung über Gier im Haus der Geschichte

Zaster, Follower und Sammler  

Haus der Geschichte meldet sich mit Ausstellung über Gier zurück

11.03.2021, 10:31 Uhr | dpa

Stuttgart: Ausstellung über Gier im Haus der Geschichte. Eine Nashorntrophäe aus den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts ist in einer Vitrine zu sehen: Die Hörner waren 2012 im Museum im Ritterhaus in Offenburg von einer internationalen, auf Elfenbein- und Horndiebstahl spezialisierten Bande gestohlen worden. (Quelle: dpa/Marijan Murat)

Eine Nashorntrophäe aus den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts ist in einer Vitrine zu sehen: Die Hörner waren 2012 im Museum im Ritterhaus in Offenburg von einer internationalen, auf Elfenbein- und Horndiebstahl spezialisierten Bande gestohlen worden. (Quelle: Marijan Murat/dpa)

Monatelang war auch das Haus der Geschichte in Stuttgart wegen des Lockdowns geschlossen. Nun öffnet es wieder mit einer Ausstellung zu einem immerwährenden Thema: Die Gier des Menschen.

Der Gier nach Geld, nach Wohlstand und auch nach dem Besitz will eine Ausstellung im Stuttgarter Haus der Geschichte auf den Grund gehen. Unter dem Titel "Gier. Was uns bewegt" meldet sich das Haus vom 16. März an zurück, nachdem es wie alle anderen Museen im Land monatelang wegen der Pandemie keine Besucher begrüßen durfte. Die Ausstellung ist der erste Teil einer Trilogie, in der sich das Haus der Geschichte bis 2023 auch dem Hass und der Liebe widmen will.

Turnschuhe sind in der Sonderausstellung zu sehen: Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema "Gier" durch die Jahrhunderte. (Quelle: dpa/Marijan Murat)Turnschuhe sind in der Sonderausstellung zu sehen: Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema "Gier" durch die Jahrhunderte. (Quelle: Marijan Murat/dpa)

Im goldfarben verkleideten Ausstellungsraum präsentieren die Kuratoren mehr als 30 "Gier-Geschichten" aus drei Jahrhunderten, darunter auch etliche aus Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Emotion der Gier, sondern auch die Suche nach ihren Auslösern und vor allem ihr Einfluss auf geschichtliche Abläufe. "Die Gier ist ein Thema, das eine große Ambivalenz in sich führt", sagt Museumsleiterin Paula Lutum-Lenger. "Wissbegierde und Neugier sind ein Antrieb und bringen die Gesellschaft nach vorne. Da unterscheiden sie sich stark von der Habgier."

Von Kolonialzeit bis Instagram

"Gier" spannt den Bogen vom Antrieb der Fürsten bei der Ausbeutung der Klöster im frühen 19. Jahrhundert über Geschäftsleute und ihr Streben nach wirtschaftlichem Erfolg um jeden Preis, die Ausbeutung der deutschen Kolonien bis hin zu den gefälschten Hitler-Tagebüchern, dem baden-württembergischen FlowTex-Skandal, der Gier im Profisport und Influencern auf Online-Plattformen wie Instagram.

Kaufrausch und Aktienfieber stehen dabei ebenso exemplarisch für Gier als eine der sieben Todsünden wie das begierige Streben nach Wissen und nach Erfolg, das für die Dynamik in einer Marktwirtschaft sorgt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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