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Stuttgart: Corona bringt Terrorprozess durcheinander

"Gruppe S." wollte Muslime töten  

Corona bringt Terrorprozess durcheinander

19.05.2021, 08:01 Uhr | dpa, t-online

Stuttgart: Corona bringt Terrorprozess durcheinander. Angeklagte der "Gruppe S." vor Gericht:  Im April begann die Hauptverhandlung in Stuttgart-Stammheim. (Quelle: dpa/dpa-pool)

Angeklagte der "Gruppe S." vor Gericht: Im April begann die Hauptverhandlung in Stuttgart-Stammheim. (Quelle: dpa-pool/dpa)

Der Mammutprozess gegen die mutmaßlich rechtsextremistische "Gruppe S. gerät erneut ins Stocken. Grund ist ein Corona-Fall.

Die Corona-Pandemie bringt die Planung des großen Terrorprozesses gegen die sogenannte "Gruppe S." in Stuttgart durcheinander. In einer Justizvollzugsanstalt habe sich ein weiteres Mal ein Bediensteter oder Häftling mit dem Coronavirus angesteckt, teilte das Oberlandesgericht mit. Deshalb werde der Hauptverhandlungstermin am Mittwoch im Staatsschutzverfahren aufgehoben.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Verhandlungstermin in dem Mammutverfahren wegen einer Infektion abgesagt werden muss. Zuvor hatten Fälle in der JVA Schwäbisch Hall und in der JVA Stuttgart den Justizbetrieb streckenweise lahmgelegt und Verhandlungstermine platzen lassen.

Gruppe wollte "bürgerkriegsähnliche Zustände" auslösen

Vor Gericht stehen seit April insgesamt elf mutmaßliche Mitglieder und ein mutmaßlicher Unterstützer der rechtsterroristischen Vereinigung "Gruppe S.". Benannt nach ihrem mutmaßlichen Rädelsführer Werner S., der aus dem Raum Augsburg stammt, soll die Gruppe Waffen gehortet, Schießübungen abgehalten und Anschläge geplant haben. Der Anklage zufolge wollten die Männer Moscheen überfallen und Muslime töten, um "bürgerkriegsähnliche Zustände" auszulösen. Auch Politiker und Antifa-Aktivisten befanden sich demnach im Visier der Gruppe.

Von den zwölf Angeklagten sitzen elf in Untersuchungshaft, einer befindet sich auf freiem Fuß. Die Angeklagten waren am 14. Februar 2020 festgenommen worden. Verhandlungstermine sind bis Mitte 2022 angesetzt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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