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Stuttgart/Karlsruhe: Impfzentren bleiben mindestens bis Mitte August in Betrieb

Terminziel nicht eingehalten  

Impfzentren bleiben mindestens bis Mitte August in Betrieb

20.05.2021, 13:16 Uhr | dpa

Stuttgart/Karlsruhe: Impfzentren bleiben mindestens bis Mitte August in Betrieb. Ein Hinweisschild mit der Aufschrift "Impfzentrum" ist nahe eines Impfzentrums platziert (Symbolbild): Die Impfzentren im Land bleiben länger als geplant geöffnet. (Quelle: dpa/Arne Dedert)

Ein Hinweisschild mit der Aufschrift "Impfzentrum" ist nahe eines Impfzentrums platziert (Symbolbild): Die Impfzentren im Land bleiben länger als geplant geöffnet. (Quelle: Arne Dedert/dpa)

In den Baden-Württembergischen Impfzentren soll noch bis mindestens Mitte August gegen das Coronavirus geimpft werden. Bei der Terminvergabe war es immer wieder zu Problemen gekommen.

Die rund 50 Kreisimpfzentren im Land bleiben länger im Betrieb als zunächst geplant. Eine Verlängerung bis 15. August habe die Landesregierung bereits beschlossen, teilte ein Sprecher des Sozialministeriums am Donnerstag in Stuttgart mit.

Der Landtag müsse noch zustimmen und eine vertragliche Vereinbarung mit den Trägern getroffen werden. "Je nach verfügbaren Impfstoffen werden wir die Impfzentren auch im September noch brauchen." Eigentlich war zunächst für Ende Juni eine Einstellung des Betriebs vorgesehen.

Bei Terminvergabe "aufs falsche Pferd gesetzt"

Bei der Vereinbarung von Impfterminen gibt es seit Monaten große Schwierigkeiten. Dabei hat das Land beim Vergabesystem für Corona-Impftermine aus Sicht von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) aufs falsche Pferd gesetzt. Die Terminvergabe über die Telefonnummer 116 117 zu regeln sei im Nachhinein "ein großer Fehler", sagte er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstag).

"Es war schlicht und einfach das falsche System, um einen Mangel verwalten zu können." Wenn regelmäßig weniger Impfstoff zur Verfügung stehe als angekündigt, funktioniere es nicht. "Da helfen dann auch 500 Callcenter-Mitarbeiter nicht viel weiter."

Der FDP-Gesundheitspolitiker Jochen Haußmann sagte, dass Eingestehen von Fehlern von Lucha sei der erste Schritt zur Besserung. "Jetzt muss er endlich Konsequenzen ziehen." Das Sozialministerium kündigte an, dass Verbesserungen bei der Vergaben von Terminen über das Internet in der Diskussion sind.

Auf ausdrücklichen Wunsch des Landes prüfe der Anbieter derzeit, ob er beispielsweise ein eigenes, aussagekräftiges Übersichtstool über alle freien Termine im Land programmieren und zur Verfügung stellen könne. "Hierbei sind natürlich auch die Interessen der weiteren am Impfterminservice beteiligten Länder zu beachten."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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