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Ulm: LKA räumt Fehler ein – Pflegerin zu Unrecht in U-Haft

Krankenschwester zu Unrecht verdächtigt  

LKA räumt Fehler im Morphium-Fall ein

04.02.2020, 12:27 Uhr | AFP, dpa

Ulm: LKA räumt Fehler ein – Pflegerin zu Unrecht in U-Haft. Der Eingang zur Klinik für Kinder- und Jugendmedizin: Bei der vorerst verdächtigten Krankenschwester wurde doch kein Morphium gefunden. (Quelle: Reuters/Andreas Gebert)

Der Eingang zur Klinik für Kinder- und Jugendmedizin: Bei der vorerst verdächtigten Krankenschwester wurde doch kein Morphium gefunden. (Quelle: Andreas Gebert/Reuters)

Mehrere Tage saß eine Kinderkrankenschwester zu Unrecht in Untersuchungshaft, weil sie fünf Babys in der Ulmer Universitätsklinik Morphium verabreicht haben soll. Nun ist sie frei – und das LKA gesteht einen folgenschweren Fehler.

Nach der Haftentlassung einer zu Unrecht wegen der Vergiftung von fünf Neugeborenen verdächtigten Krankenschwester in Ulm hat das baden-württembergische Landeskriminalamt (LKA) Fehler zugegeben. Es habe vor Abschluss der Laboruntersuchungen ein Zwischenergebnis gegeben, das an die Polizei in Ulm übermittelt worden sei und zur Verhaftung der Frau geführt habe. Das sagte LKA-Präsident Ralf Michelfelder bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Ulm. "Diese rasche mündliche Vorabinformation über das Zwischenergebnis war im Nachhinein betrachtet ein Fehler."

Zunächst hatte es geheißen, dass in einer Spritze aus dem Spind der Krankenschwester Morphium nachgewiesen worden sei. Bei weiteren Untersuchungen des bayerischen Landeskriminalamts stellte sich dann aber heraus, dass das Morphium durch ein Lösungsmittel der Polizei in die Spritze gekommen war.

Zu Unrecht der Vergiftung verdächtigt

Darum wurde die Frau am Sonntag nach fünf Tagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Der Leiter der Ulmer Staatsanwaltschaft Christof Lehr drückte ihr sein Bedauern aus. Die Krankenschwester hatte die Tatvorwürfe stets bestritten.

Die Ermittler waren zunächst davon ausgegangen, die Krankenschwester könnte den fünf Neugeborenen Morphium verabreicht haben. Diese hatten im Dezember zeitgleich unter Atemproblemen gelitten, wurden allerdings gerettet. Folgeschäden seien nicht zu erwarten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa, AFP

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