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Ulm: Migranten fühlen sich hier sicher – auch nach Hanau

Nach dem Anschlag in Hanau  

Migranten fühlen sich in Ulm sicher

Von Isabella Haffner

24.02.2020, 16:37 Uhr
Ulm: Migranten fühlen sich hier sicher – auch nach Hanau . Auf einem Plakat steht "#keinPlatzfürHass": Migranten fühlen sich in Ulm sicher. (Quelle: imago images/Patrick Scheiber/Archivbild)

Auf einem Plakat steht "#keinPlatzfürHass": Migranten fühlen sich in Ulm sicher. (Quelle: Patrick Scheiber/Archivbild/imago images)

Bei dem Anschlag in Hanau sind Menschen Opfer geworden, die nicht ins Weltbild des Täters gepasst haben – ob durch ihre Herkunft, Religion oder Hautfarbe. Fühlen sich Ulmer noch sicher in der Donaustadt?

Der Schock in Deutschland und im Ausland ist groß nach dem rassistsich motivierten Anschlag in Hanau. Fühlen sich in Ulm Menschen mit Migrationshintergrund oder ausländischem Aussehen noch wohl und sicher? t-online.de-Autorin hat sich in Ulm umgehört.

Marcus aus Brasilien: Fühlt sich in Ulm sicher. (Quelle: Isabella Hafner)Marcus aus Brasilien: Fühlt sich in Ulm sicher. (Quelle: Isabella Hafner)

Marcus aus Brasilien findet es schlimm, was in Hanau passiert ist. Er habe das Gefühl, dass es immer mehr extreme Menschen gibt und die Menschenfeindlichkeit steige – nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern. "Auch in Brasilien, wo ich herkomme. Aber in Ulm habe ich bisher noch keine Angst."

Fuad aus Palästina mit seinem Freund Olli aus Hamburg: Beide finden, dass die Hetze zur Zeit generell zunimmt.  (Quelle: Isabella Hafner)Fuad aus Palästina mit seinem Freund Olli aus Hamburg: Beide finden, dass die Hetze zur Zeit generell zunimmt. (Quelle: Isabella Hafner)

Fuad aus Palästina ist mit seinem Freund Olli aus Hamburg in der Donaustadt unterwegs. Sie merken, dass die Hetze zur Zeit generell zunimmt. Fuad selber ist Muslim, hat aber noch keine rassistischen Auseinandersetzungen sich gegenüber erlebt. Er könne sich aber vorstellen, dass Menschen mit einer jüdischen Kippa auf dem Kopf sich unsicher fühlen. Er weiß: "Bei uns Muslimen gibt es leider antijüdische Gedanken wegen des Palästinenserkonflikts." In seiner Heimat habe er keinen Kontakt zu Juden gehabt, erst hier in Deutschland.

Er glaubt, dass Konflikte überwunden werden können, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Deutschland – und Ulm – seien sehr bunt und man könne Vorurteile überwinden. Er hofft, dass sich ein Anschlag, wie er in Hanau passiert ist, nicht wiederholt.

Djmic aus Bosnien: Er hat noch nie Fremdenfeindlichkeit erlebt.  (Quelle: Isabella Hafner)Djmic aus Bosnien: Er hat noch nie Fremdenfeindlichkeit erlebt. (Quelle: Isabella Hafner) 

Djmic aus Bosnien lebt seit mehr als 40 Jahren in Deutschland. Er sagt, er habe noch nicht Anfeindungen wegen seiner Herkunft erlebt. Auch als Kicker in seiner Fußballmannschaft sei er nie wegen seiner Herkunft angegangen worden. Weder von Spielern, noch von Fans. Auch nach der Tat in Hanau fühlt er sich sicher in Ulm.

Redi (rechts) und Fiori: Sie haben auch in Zukunft keine Angst.  (Quelle: Isabella Hafner)Redi (rechts) und Fiori: Sie haben auch in Zukunft keine Angst. (Quelle: Isabella Hafner) 

Redi und Fiori haben auch in Zukunft keine Angst. Sie fühlen sich in türkischen Restaurants genauso sicher wie anderswo. Trotz ihres afrikanischen Aussehens.

Verwendete Quellen:
  • Befragung in Ulm

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