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Ulm: SPD-Politiker Rivoir fordert Absage von Xavier Naidoos Konzert

Finanzministerium prüft den Fall  

Ulmer Politiker fordert Absage von Naidoo-Konzert

07.05.2020, 15:36 Uhr
Ulm: SPD-Politiker Rivoir fordert Absage von Xavier Naidoos Konzert. Im Dunst rechter Verschwörungstheorien: Xavier Naidoo betritt seit 1999 immer wieder krude Pfade – von Verschwörungstheorien bis hin zu rechten Gewaltfantasien. (Quelle: imago images)

Im Dunst rechter Verschwörungstheorien: Xavier Naidoo betritt seit 1999 immer wieder krude Pfade – von Verschwörungstheorien bis hin zu rechten Gewaltfantasien. (Quelle: imago images)

Xavier Naidoo verbreitet Verschwörungen und rechte Thesen. Durch erneute Äußerungen hat der Sender RTL ihn aus der DSDS-Jury geschmissen. Der Ulmer Politiker Martin Rivoir will einen geplanten Auftritt verhindern.

Wegen der Corona-Krise ist das Konzert des umstrittenen Sängers Xavier Naidoo im Wiblinger Klosterhof auf nächstes Jahr verschoben worden. Erst vor kurzem war er durch die Leugnung des Coronavirus aufgefallen – t-online.de hatte berichtet.

Der Ulmer SPD-Landtagsabgeordnete Martin Rivor fordert eine Absage des Konzertes und erwartet vom Veranstalter, "dass er einem Rassisten und Faschisten keine Bühne bietet". Er forderte die Grünen-Finanzministerin Edith Sitzmann dazu auf, staatliche Grundstücke nicht an "politisch sehr zweifelhafte" Leute zu vermieten. Das baden-württembergische Finanzministerium bestätigte gegenüber t-online.de, den Erhalt eines entsprechenden Schreibens.

Der Klosterhof des Klosters Wiblingen in Ulm: Eigentlich sollte der umstrittene Sänger hier im Juli auftreten – nun wurde das Konzert auf 2021 verlegt. (Quelle: imago images/Danita Delimont/Walter Bibikow/Archivbild)Der Klosterhof des Klosters Wiblingen in Ulm: Eigentlich sollte der umstrittene Sänger hier im Juli auftreten – nun wurde das Konzert auf 2021 verlegt. (Quelle: Danita Delimont/Walter Bibikow/Archivbild/imago images)

Seit Jahren fällt Xavier Naidoo durch das Verbreiten von Verschwörungstheorien und rechten Thesen auf. t-online.de-Redakteur Steven Sowa zeigt in seinem Kommentar eine Chronologie der umstrittenen Aussagen. Erst in diesem Jahr trennte sich der TV-Sender "RTL" von dem "Deutschland sucht den Superstar"-Juror, nachdem er sich in einem Video gegen Flüchtlinge äußerte

Der Ulmer SPD-Politiker Martin Rivoir teilte auf seiner Internetseite mit: "Solche Verschwörungstheorien haben in Ulm nichts verloren." Seiner Forderung nach einer Absage, erteilte das Finanzministerium am Donnerstag einen Dämpfer. Gegenüber t-online.de hieß es: "Einseitige nachträgliche Änderungen von bereits geschlossenen Verträgen sind nicht möglich." 

Das Ministerium prüfe derzeit aber, wie es "mehr Klarheit und Transparenz bei den Anforderungen an die Pflichten von Veranstaltern schaffen" kann. Bei begründeten Zweifeln an einer Eignung dieser werde kein Vertrag abgeschlossen. Darauf, mit wem die Veranstalter wiederum Verträge abschließen, hätte das Ministerium aber auch keinen Einfluss.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Internetseite von MdL Martin Rivoir: Blog-Eintrag vom 7. Mai
  • Finanzministerium Baden-Württemberg
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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