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SGL Carbon setzt nach Ergebniseinbruch auf Konzernumbau

Wiesbaden  

SGL Carbon setzt nach Ergebniseinbruch auf Konzernumbau

25.03.2021, 12:21 Uhr | dpa

SGL Carbon setzt nach Ergebniseinbruch auf Konzernumbau. SGL Carbon

Die Zentrale von SGL-Carbon in Wiesbaden. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Kohlefaserspezialist SGL Carbon rechnet mit ersten Erfolgen des massiven Konzernumbaus im laufenden Jahr. "Wir haben 2020 zum Aufräumen genutzt", sagte Vorstandschef Torsten Derr am Donnerstag in Wiesbaden. Es gebe zwar weiter große Unsicherheiten in den Märkten. Nach dem starken wirtschaftlichen Einbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr werde 2021 aber von einem leichten Umsatzplus und einer deutlichen Reduzierung des Fehlbetrags im Konzern ausgegangen.

Wegen einer deutlich reduzierten Nachfrage in der Corona-Pandemie sanken im Jahr 2020 die Erlöse nach Angaben von Finanzvorstand Thomas Dippold um 15 Prozent auf 919,4 Millionen Euro. Der Verlust beim Ergebnis nach Steuern habe sich im Jahresvergleich von minus 90,0 Millionen auf minus 132,2 Millionen Euro vergrößert. Grund dafür seien auch die Kosten für den Konzernumbau sowie Wertminderungen eines Geschäftsfeldes.

Um die Gewinneinbußen auszugleichen, will das Management unter anderem 500 Stellen abbauen. Zudem soll es nach dem im vergangenen Herbst beschlossenen Plan umfangreiche Einsparungen bei den Sachkosten geben. Mit dem gesamten Sparprogramm werden Ergebnisverbesserungen von über 100 Millionen Euro bis zum Jahr 2023 angepeilt. Für die Umsetzung der Einsparmaßnahmen werden insgesamt Kosten in Höhe von etwa 40 Millionen Euro erwartet. Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres hatte das Wiesbadener Unternehmen 4837 Mitarbeiter.

Als Ausblick für das laufende Geschäftsjahr gab das Management einen Umsatz zwischen 920 Millionen und 970 Millionen Euro aus. Der Konzern-Jahresfehlbetrag soll in einer Spanne von minus 20 Millionen Euro und einem ausgeglichenen Ergebnis liegen. An SGL Carbon sind die Autobauer BMW und VW sowie BMW-Großaktionärin Susanne Klatten über ihre Beteiligungsgesellschaft Skion beteiligt.

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