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Modellkommunen arbeiten an Umsetzung ihrer Corona-Konzepte

Wiesbaden  

Modellkommunen arbeiten an Umsetzung ihrer Corona-Konzepte

31.03.2021, 15:43 Uhr | dpa

Die drei Modellstädte, die in Hessen Öffnungsmöglichkeiten in der Pandemie testen dürfen, arbeiten an der Umsetzung ihrer Konzepte. "Ein erstes Gespräch mit Vertretern von Handel, Gastronomie und Kino hat bereits stattgefunden, in dem es um die notwendigen Festlegungen ging", teilte die Stadt Baunatal am Mittwoch mit. Das Projekt soll sich demnach zunächst nur an die Baunataler Bürger richten und "auf den klaren Innenstadtbereich begrenzt werden, auch um stets eine Kontrolle der Maßnahmen gewährleisten zu können". Als "Eintrittskarte" für Lokale oder Läden gilt ein negativ ausgefallener Corona-Test.

Die nordhessische Stadt plant das Projekt "mit kleinen Schritten, um nicht nach kurzer Zeit wieder schließen zu müssen". Einen konkreten Termin für den Beginn gibt es weiter nicht. Geplant sei ein zügiger Start, da das Modellprojekt laut den Vorgaben nur bis 1. Mai laufe.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hatten am Vortag bekanntgegeben, dass neben Baunatal auch das südhessische Dieburg sowie Alsfeld im Vogelsbergkreis als Modellkommunen Öffnungsschritte für Handel, Gastronomie oder Veranstaltungen erproben können. Bei der Auswahl spielten auch Kriterien wie die Sieben-Tages-Inzidenz eine Rolle. In Alsfeld soll es am kommenden Donnerstag (8. April) losgehen.

Dieburg kündigte den Start in einer Mitteilung für Mitte April an. Dann würden der Einzelhandel in der Fußgängerzone sowie im Gewerbegebiet Nord sowie die Außengastronomie öffnen. Geplant sei, dass eine begrenzte Zahl von Menschen einen Tagespass bekomme, das könnten auch Personen sein, die nicht in Dieburg wohnten. Für einen Pass brauche es ein negatives Antigen-Schnelltest-Ergebnis. Um die Testkapazitäten zu erweitern, sind der Kommune zufolge weitere zwei bis drei Teststellen geplant.

Zahlreiche Städte hatten sich als Modellkommune beworben. Einige von ihnen zeigten sich nach der Absage enttäuscht. Aus Darmstadt etwa hieß es: Dass man nicht die Möglichkeit dafür erhalten habe, "bedauern wir und sehen es auch als eine verpasste Chance", so Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne). Nun werde noch intensiver am Ausbau eigener Teststrategien und eigener Lösungen für vorsichtige Öffnungen gearbeitet. In Frankfurt sagte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne): "Wir bedauern, in dieser Phase nicht ausgewählt worden zu sein, denn wir sind überzeugt von der Tragfähigkeit unseres Konzeptes." Auch wenn Frankfurt nicht bei den Ersten sein werde, "sehen wir uns jetzt gut vorbereitet für Öffnungsschritte, die zu einem späteren Zeitpunkt sicher kommen werden."

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