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Wertvolle Briefmarken aus Norddeutschland versteigert

Wiesbaden  

Wertvolle Briefmarken aus Norddeutschland versteigert

24.04.2021, 18:18 Uhr | dpa

Wertvolle Briefmarken aus Norddeutschland versteigert. Versteigerung historischer Briefmarken

Im Auktionshaus Heinrich Köhler wird ein Viererblock einer 1 Schilling-Wappenausgabe in blau von 1850 auf kleinem Briefkuvert gezeigt. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

In Wiesbaden sind am Samstag mehrere wertvolle Briefmarken aus Norddeutschland versteigert worden. Die Stücke aus der Sammlung des ehemaligen Tengelmann-Chefs Erivan Haub erzielten teilweise Preise, die deutlich über dem Startgebot lagen, wie das Auktionshaus Heinrich Köhler mitteilte. So wurde ein "Auslandsbrief nach Shanghai" aus Hannover für 115 000 Euro versteigert. Das Startgebot lag bei 15 000 Euro. Der Brief aus Hannover/Salzgitter wurde über Triest, Ägypten, mit Eseln und Kamelen durch die Sinai-Wüste und in Suez von britischen Postschiffen nach Shanghai befördert. Mit dieser bunten Fünffarbenfrankatur ist er den Angaben zufolge einer der bedeutendsten und seltensten Auslandsbriefe Hannovers.

Für 140 000 Euro wechselte ein "Brief an Deichgeschworene" von 1861 - den Besitzer (Startgebot 30 000 Euro). Ein weiteres Unikat, das den Angaben zufolge zu großen Seltenheiten der Bremen-Philatelie gehört, wurde für 105 000 Euro versteigert. Der Startpreis lag bei 30 000 Euro. Ein 1861 von Bergedorf aus verschickter wertvoller Auslandsbrief erzielte mit 27 000 Euro 7000 Euro mehr als das Startgebot von 20 000. Den Brief, der nach Wien ging, zieren zwei Briefmarken, auf denen das Wort "Bergedorf" - heute ein Stadtteil von Hamburg - gut zu lesen ist.

Die sogenannten Rebellenmarken aus den Jahren 1850/51 sind für 90 000 Euro versteigert worden. Der Bieter wurde telefonisch von einem Agenten im Saal vertreten, wie die Sprecherin der Auktionshauses am Abend mitteilte. Das Startgebot für diese Marken lag bei 40 000 Euro. Aufgrund ihrer besonderen Geschichte gehören die Stücke den Angaben zufolge zu den exklusivsten klassischen deutschen Markenausgaben des 19. Jahrhunderts. Aufgrund ungeahnter Bietergefechte hatte sich die Auktion über den Tag in die Länge gezogen, wie es vor der Versteigerung der Rebellenmarken hieß.

Die Marken sind Teil der 5. Briefmarken-Versteigerung der Sammlung des ehemaligen Tengelmann-Chefs Erivan Haub. Die Sammlung von Haub wird seit Sommer 2019 versteigert.

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