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Wolfsburg: VW-Betriebsrat fordert mehr Klarheit wegen Corona-Gefahr

Bei Schließung der Werke  

VW-Betriebsrat fordert mehr Klarheit wegen Corona-Gefahr

17.03.2020, 12:33 Uhr | dpa

Wolfsburg: VW-Betriebsrat fordert mehr Klarheit wegen Corona-Gefahr. Volkswagen-Werk in Wolfsburg (Symbolbild): Für die angekündigten Schließungen der meisten deutschen und europäischen VW Werke fordert die Mitarbeitervertretung mehr Klarheit und Verantwortung.  (Quelle: imago images/regios24)

Volkswagen-Werk in Wolfsburg (Symbolbild): Für die angekündigten Schließungen der meisten deutschen und europäischen VW Werke fordert die Mitarbeitervertretung mehr Klarheit und Verantwortung. (Quelle: regios24/imago images)

Wegen der Coronavirus-Krise schließt Volkswagen die meisten seiner deutschen und europäischen Werke zum 20. März. Die Produktion wird für voraussichtlich zwei Wochen eingestellt. Nun kritisiert der Betriebsrat das Management.

In Wolfsburg hat der Betriebsrat von Volkswagen vom Vorstand mehr Klarheit und Verantwortung bei den angekündigten Schließungen der Produktion wegen der wachsenden Coronavirus-Risiken gefordert. Die für den 20. März geplante Aussetzung an zahlreichen Standorten sei zu spät, kritisierte die Mitarbeitervertretung. "Wir erwarten jetzt einen geordneten Ausstieg aus der Fertigung", heißt es.

Werk in Sachsen ist besonders betroffen

Zudem müsse das Management detaillierte Pläne für die einzelnen Werke vorlegen, schrieben Betriebsratschef Bernd Osterloh und seine Stellvertreterin Daniela Cavallo an die Belegschaft. "Dazu zählt insbesondere das Werk in Zwickau, wo die Kolleginnen und Kollegen den ID-Anlauf stemmen. Wir erwarten hier eine Lösung – denn einige im Vorstand wollen ihrer Verantwortung offenbar nicht gerecht werden." Das in Sachsen anlaufende E-Auto ID.3 ist VWs zentrales Projekt 2020.

In den vergangenen Tagen hatte es auch in deutschen VW-Werken erste bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 gegeben. Der Betriebsrat beriet mit dem Vorstand über die Lage. "Im Vordergrund stand die Situation der Kolleginnen und Kollegen im direkten Bereich, wo auf den Montagelinien Schulter an Schulter an unseren Fahrzeugen gearbeitet wird", hieß es. Das Robert-Koch-Institut empfehle jedoch Mindestabstände, die an den einzelnen Arbeitsstationen oft nicht einzuhalten seien.

Betriebsrat fordert Bewertung des Ansteckungsrisikos

"Für die verbleibenden Tage fordern wir eine Information aus dem Gesundheitswesen an die betroffenen Kolleginnen und Kollegen zu der Frage, wie ihr Ansteckungsrisiko zu bewerten ist", forderte der Betriebsrat. Es sei nicht mehr einzusehen, "warum sie ohne eine klare Ansage und ohne klare Worte aus dem Management für ein paar hundert Autos mehr eine Ansteckung riskieren sollen, die sie dann womöglich früher oder später nach Hause in ihre Familien tragen."

VW-Chef Herbert Diess sagte zur Vorstellung der Jahreszahlen 2019, es sei nun am wichtigsten, die Gesundheit und Sicherheit der Belegschaft sowie von deren Familien sicherzustellen. Das oberste Ziel sei, die Ausbreitung des Coronavirus so stark wie möglich zu verlangsamen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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