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Corona: Wolfsburg hatte fast höchste Kurzarbeit-Quote

Im März und April  

Wolfsburg hatte wegen Corona-Krise fast höchste Kurzarbeit-Quote

29.06.2020, 08:16 Uhr | dpa

Corona: Wolfsburg hatte fast höchste Kurzarbeit-Quote. W-Mitarbeitern kommen aus dem Werk in Wolfsburg: Viele von ihnen waren zu Beginn der Corona-Krise in Kurzarbeit. (Quelle: imago images/regios24)

W-Mitarbeitern kommen aus dem Werk in Wolfsburg: Viele von ihnen waren zu Beginn der Corona-Krise in Kurzarbeit. (Quelle: regios24/imago images)

Wolfsburg und Emden haben zu Beginn der Corona-Krise im März und April die bundesweit höchsten Quoten an Kurzarbeit verzeichnet. Dort mussten mehr als die Hälfte der Beschäftigen ihre Arbeitszeit reduzieren.

In den beiden VW-Städten Wolfsburg und Emden hat die Corona-Krise ihre vollen Auswirkungen gezeigt. Dort waren im März und April mehr als die Hälfte der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit. Das teilte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Böckler-Stiftung mit.

Demnach lag die Kurzarbeit-Quote in Emden bei 56,0 und in Wolfsburg bei 52,2 Prozent. Insgesamt lag der April-Wert für alle deutschen Städte und Kreise den Düsseldorfer Forschern zufolge im Schnitt bei gut 31 Prozent.

Kurzarbeit durch die Corona-Krise traf vor allem Regionen mit einem hohen Anteil von Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie sowie Urlaubsgebiete. Weitere Städte in Niedersachsen mit hohen Quoten jenseits der 40-Prozent-Marke waren etwa Ammerland (42,7), Osterholz (40,2) oder Delmenhorst (40,1).

Oft weniger tatsächlich in Kurzarbeit

Für die Hansestadt Bremen meldeten die Wissenschaftler einen Wert von 39,5 Prozent, für den Kreis Wittmund 35,6 Prozent. Überdurchschnittlich viel Kurzarbeit wurde in Deutschland auch in Fremdenverkehrsregionen wie dem Kreis Breisgau-Hochschwarzwald (41,4 Prozent), dem Oberallgäu (40,4 Prozent) und Garmisch-Partenkirchen (35,1 Prozent) angemeldet. Die Krise habe "viele kleinere Betriebe hart getroffen, und die haben schnell mit Kurzarbeit reagiert", betonte WSI-Forscher Helge Emmler.

Die Experten hatten Regionaldaten der Bundesagentur für Arbeit (BA) zur angemeldeten Kurzarbeit ausgewertet. Diese Zahlen dürften deutlich höher sein als die der tatsächlich kurzarbeitenden Beschäftigten. Die Unternehmen hätten oft vorsorglich für größere Gruppen Kurzarbeit angemeldet. Regionale Daten zur tatsächlich umgesetzten Kurzarbeit würden erst in einigen Monaten vorliegen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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