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VW-Aufsichtsratssitzung zu Führungsfrage schon Montagabend

Wolfsburg  

VW-Aufsichtsratssitzung zu Führungsfrage schon Montagabend

14.12.2020, 16:06 Uhr | dpa

VW-Aufsichtsratssitzung zu Führungsfrage schon Montagabend. Volkswagen

DaS VW-Logo auf dem Dach des Markenhochhauses im Volkswagen Werk. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archiv (Quelle: dpa)

Der Aufsichtsrat von Volkswagen könnte noch am Montagabend zusammenkommen, um den Streit um die Führungsfrage im Konzern zu entschärfen. Wie aus informierten Kreisen zu hören war, geht es dabei auch um die auf dem Tisch liegende Forderung von Vorstandschef Herbert Diess nach einer vorzeitigen Vertragsverlängerung sowie um weitere Personalfragen. Beim jüngsten regulären Treffen hatte es am vergangenen Mittwoch zunächst keine Beschlüsse hierzu gegeben.

Unter den Aufsehern der Wolfsburger gilt die Stimmung als angespannt. Diess soll - nach einer ersten Initiative im Sommer - erneut auf eine frühzeitige Verlängerung seines Vertrags gedrungen haben. Er ist bis zum Frühjahr 2023 als Vorstandsvorsitzender von VW bestellt. Auch einen neuen Fünfjahresvertrag brachte der Manager Insidern zufolge ins Gespräch.

2021 stehen zentrale Neubesetzungen beim weltgrößten Autokonzern an. Finanzvorstand Frank Witter will sich zur Jahresmitte zurückziehen, für den abgetretenen Beschaffungsvorstand Stefan Sommer wird ebenso eine Nachfolgelösung gesucht. Diess soll Audi-Finanzchef Arno Antlitz und Kernmarken-Chefeinkäufer Murat Aksel favorisieren, zudem könnte Komponenten-Chef Thomas Schmall in die Konzernführung berufen werden.

Antlitz etwa stößt beim mächtigen VW-Betriebsrat aber auf Widerstand - während Diess die Durchsetzung seiner Kandidaten angeblich mit seiner eigenen Verlängerung zu koppeln versucht. Über ein separates Vorstandsressort für IT und Software wird ebenfalls diskutiert.

Eine frühzeitige Billigung einer Weiterverpflichtung wäre für Diess ein Vertrauensbeweis, um den schwierigen Konzernumbau noch rascher voranzutreiben und die Rendite gemäß seinen Vorstellungen zu erhöhen. Mehrere Aufsichtsräte sollen sich allerdings durch das Vorpreschen des Top-Managers irritiert und bedrängt fühlen - mitunter ist vom Eindruck einer Eskalationsstrategie die Rede. Der Kommunikationsstab von Diess wollte sich auf wiederholte Anfrage nicht zum Thema äußern.

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