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Wuppertaler SV: Verteidiger Tjorben Uphoff gründet Kunstlabel

Start-up gegründet  

Wie ein Fußballer vom WSV seinen Sport mit Kunst verbindet

Von Sebastian Schorre

03.02.2020, 15:06 Uhr
Wuppertaler SV: Verteidiger Tjorben Uphoff gründet Kunstlabel. Tjorben Uphoff vom Wuppertaler SV: Er betreibt neben dem Sport noch ein Start-Up. (Quelle: Leusmann)

Tjorben Uphoff vom Wuppertaler SV: Er betreibt neben dem Sport noch ein Start-Up. (Quelle: Leusmann)

Tjorben Uphoff vom Wuppertaler SV ist nicht nur Fußballer, sondern auch Künstler. "for the streets" heißt seine Firma, mit der er Kunst auf Leinwänden, Sneakerdesigns und Wandgestaltung anbietet.

Als Kapitän des Wuppertaler SV führt Tjorben Uphoff das Team des Regionalligisten. Abseits des Fußballs führt der 25-jährige, gebürtige Hannoveraner ein eigenes kleines Kunstlabel in Wuppertal. "for the streets" ist der Name. Obwohl es sich um so unterschiedliche Bereiche handelt, sieht Uphoff einige Parallelen in den beiden Tätigkeiten. "Natürlich die Kreativität, aber auch dass beides harte Arbeit ist."

Eine Wand wird mit Graffiti besprüht: In Wuppertal bringt Uphoff mit seinen legalen Graffitis Farbe an die Wände. (Quelle: Leusmann)Eine Wand wird mit Graffiti besprüht: In Wuppertal bringt Uphoff mit seinen legalen Graffitis Farbe an die Wände. (Quelle: Leusmann)

Nach der Gründung des Start-ups musste sich Uphoff erstmal eine eigene Kundschaft aufbauen, auch um Geld zu verdienen. "Meine Arbeit kostet natürlich etwas, klar. Alleine vom Fußball kann man in der Regionalliga nur selten leben", sagt er. Eigentlich ist Uphoff Student. Doch nur in der Bibliothek sitzen und abends Kicken kam für ihn nicht in Frage, auch das war ein Antrieb zur Gründung der Firma.

Social Media wichtiger Vertriebsweg

Die Vertriebswege von "for the streets" sind sehr vom Internet getrieben. "Wir setzen auf Social Media, viele individuelle Schuhdesigns verkaufen wir über Instagram. Da ist dann manchmal auch ein Bekannter vom Fußball dabei." Seiner Vorteile im Netzwerk ist sich der WSV-Verteidiger bewusst.

Uphoff mit Schuhen mit individuellem Design: Solche Designs bestellen die Kunden meist über soziale Netzwerke. (Quelle: Leusmann)Uphoff mit Schuhen mit individuellem Design: Solche Designs bestellen die Kunden meist über soziale Netzwerke. (Quelle: Leusmann)

Zusammen mit einem Geschäftspartner, den er beim Wuppertaler SV kennengelernt hat, soll es in Zukunft nicht nur um Schuhe, Wände und Acrylglaskunst gehen. Auch das soziale Engagement rückt in den Fokus. Damit geht es dahin zurück, wo es begann. Als man einfach nur in der Schule zeichnete, weil es Spaß machte.

Graffiti als Sozialprojekt

Denn: "Als ich meine ersten Zeichnungen in der Schule gemacht hatte, war das eher aus Langeweile. Ich wusste nicht mal, dass das Graffiti ist", erzählt der 25-Jährige. Für die, die sich aus Langeweile oder aufkeimendem Eigeninteresse auch mal an der Spraydose probieren möchten, will er in Zukunft Kurse anbieten. "Den Kindern zu zeigen, dass man etwas erschaffen kann, auf das man selbst und andere stolz sind, ist das, was ich in der Zukunft vermitteln möchte", so sein Ziel.

Ein Graffiti an einer Wand: Auch soziale Projekte betreut Uphoff. (Quelle: Leusmann)Ein Graffiti an einer Wand: Auch soziale Projekte betreut Uphoff. (Quelle: Leusmann)

Bei einem Fanprojekt des WSV wird das in Zukunft umgesetzt. Das Fanprojekt ist Anlaufstelle für Supporter des WSV, die Uphoff gut kennen. Hier werden Wände in 2018 bezogenen Gebäuden besprüht. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren werden für einen Workshop gesucht, die Anmeldungsphase läuft bisher gut an. Das freut den Mitorganisator Uphoff: "Schön, dass wir das hinbekommen haben. Ich habe einen guten Draht zu den Fans, da macht mir das Malen sowieso Spaß!"

Ob die Selbstständigkeit auch etwas für die Zeit nach der Karriere ist? Da ist er sich nicht sicher. "Momentan ist es gut, wie es ist. Ich habe im letzten Jahr nicht gedacht, dass ich neben der Uni und dem Fußball etwas finden kann, was mich so erfüllt und mir gleichzeitig auch eine Zukunft ermöglicht, hätte ich nicht gedacht. Was ich nach der Karriere mache, sehen wir dann."

Verwendete Quellen:
  • Gespräch mit Tjorben Uphoff

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