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Wuppertaler SV will sich im Abstiegskampf "zerfetzen"

INTERVIEWCoach Pascal Bieler  

Wuppertaler SV will sich im Abstiegskampf "zerfetzen"

Von Sebastian Schorre

19.02.2020, 11:45 Uhr
Wuppertaler SV will sich im Abstiegskampf "zerfetzen". WSV-Coach Pascal Bieler: Beim WSV hat er eine schwierige Aufgabe vor sich. (Quelle: Wuppertaler Sportverein e.V. / Tim Leusmann)

WSV-Coach Pascal Bieler: Beim WSV hat er eine schwierige Aufgabe vor sich. (Quelle: Wuppertaler Sportverein e.V. / Tim Leusmann)

Beim Wuppertaler SV ging es wegen zahlreicher Personalveränderungen zuletzt turbulent zu. Der neue Cheftrainer Pascal Bieler spricht im Interview mit t-online.de über seine schwierige Aufgabe.

t-online.de: Am Wochenende setzte es gegen den Tabellenführer Rödinghausen eine klare Niederlage. Wie schwer wiegt das 1:4 aus WSV-Sicht noch?

Pascal Bieler: Es tut generell weh, wenn man verliert, gerade so wie am Wochenende in Wuppertal. Dass man dann auf einen Abstiegsplatz rutscht, kann passieren. Die Tabelle ist sehr eng beieinander. Es gab mit Homberg und Haltern zwei direkte Konkurrenten, die gegeneinander gespielt haben. Punktet man selbst nicht, steht man dann unter dem Strich. Das ist eine Momentaufnahme, von der wir uns nicht beirren lassen. Es kommen noch genug wichtige Spiele. Wir haben noch Spiele, um das geradezubiegen.

Verzichten muss der WSV momentan auf einige Verletzte. Stammspieler wie Marzullo oder Studtrucker fehlten beim Spiel gegen Rödinghausen, Kapitän Uphoff musste zur Pause mit muskulären Problemen raus. Wie ist der WSV für den Abstiegskampf aufgestellt?

Dass uns mit Marzullo, Studtrucker und später Uphoff drei Stammspieler ausgefallen sind, war definitiv nicht optimal. Wir haben aber das vollste Vertrauen in den gesamten Kader. Jeder Spieler wird sich im Abstiegskampf zerfetzen! Von daher mache ich mir keine Gedanken und sehe die Mannschaft gut aufgestellt für die nächsten harten Wochen. Ich bin guter Dinge, dass alle angeschlagenen Spieler bis zum Spiel gegen RWO in zwei Wochen wieder fit sind und wir weitestgehend aus dem Vollen schöpfen können.

Pascal Bieler (r.) im Gespräch mit WSV-Sportdirektor Thomas Richter. (Quelle: Wuppertaler Sportverein e.V. / Gunnar Frankenberg)Pascal Bieler (r.) im Gespräch mit WSV-Sportdirektor Thomas Richter. (Quelle: Wuppertaler Sportverein e.V. / Gunnar Frankenberg)

Mit dem Benefizspiel für den verstorbenen WSV-Fan und Jugendtrainer vom Wuppertaler Verein Viktoria Rott und dem Test gegen die Sportfreunde Baumberg am Samstag gibt es in der eigentlich spielfreien Woche zwei Termine. Inwiefern können solche Spiele in der momentanen Situation helfen?

Wir müssen im Rhythmus bleiben. Deswegen haben wir das Spiel am Samstag ausgemacht, auch wenn die personelle Situation sicherlich angespannt ist. Es gibt aber Jungs, die die Minuten brauchen. Das Spiel am Mittwoch bestreiten wir natürlich aus anderen Gründen. Es ist selbstverständlich, dass wir zu so einem Anlass auf den Rott fahren und das Spiel bestreiten. Für die Familie des verstorbenen Trainerkollegen, großen WSV-Fan und Mitarbeiter unserer Stadionzeitung spielen wir gern. 

Im Verein gibt es momentan viele Turbulenzen. Vorstandssprecher Alexander Eichner will zurücktreten, hat aber den Zeitpunkt noch offengelassen. Am 28. März findet wohl die Jahreshauptversammlung statt. Wie wird das in der Mannschaft und im Trainerteam wahrgenommen?

Jeder, der schon länger im Verein ist, nimmt das wahr und weiß damit umzugehen. Zu dieser Gruppe gehöre ich ja mittlerweile auch. Man kann diese Themen mit der Zeit einordnen, auch weil wir immer gut damit gefahren sind, uns auf das Sportliche zu fokussieren. Wir nehmen die Berichterstattung zur Kenntnis, informieren uns auch sicherlich alle. Beeinflussen können wir aber nur unseren Teil auf dem Platz.

Während der Zeit beim WSV haben Sie schon unter vielen Sportvorständen gearbeitet: Mit wem war die Arbeit sehr gut, mit wem eher schwierig?

Ich hatte zu jedem Sportvorstand ein gutes sportliches Verhältnis. Jeder ist anders, klar. Das Miteinander war aber mit jedem Einzelnen professionell.

Sie werden Ende Februar 34, sind aber schon seit Ende 2016 als Trainer aktiv. Ihre Fußballschuhe haben Sie somit schon früh an den Nagel gehangen. Haben Sie das je bereut?

Nein, ich habe das nie bereut. Als ich aus Nordhausen zum WSV kam, hatte ich bereits meine B-Lizenzen und bin mit der Intention gekommen, hier auch als Trainer zu arbeiten. Es ging dann schneller als gedacht. Im Nachhinein war das aber gut. Ich bin sehr nah an den Spielern dran und verstehe sie. Mit dem neuen Lebensabschnitt habe ich mir nach der Profizeit auch selbst gutgetan.

Nach vier Jahren WSV läuft Ihr Vertrag im Sommer aus: Ist eine Verlängerung geplant?

Wie es weitergeht, weiß ich momentan noch nicht. Darüber mache ich mir momentan aber auch keine Gedanken. Durch die intensive Zeit ist das auch nicht wirklich möglich. Es zählt der Klassenerhalt. Die nächsten Monate werden zeigen, wie es dann weitergeht.

Verwendete Quellen:
  • Gespräch mit Pascal Bieler

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