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Wuppertal: 83-Jähriger Kinderporno-Verdächtiger ist tot

Garten von Polizei umgebraben  

83-Jähriger nach Kinderporno-Verdacht tot aufgefunden

05.08.2019, 11:47 Uhr | tme, t-online.de, dpa

Wuppertal: 83-Jähriger Kinderporno-Verdächtiger ist tot. Bagger stehen im Garten eines Hauses in Wuppertal. Der 83-jährige Bewohner des Hauses ist tot aufgefunden worden. (Quelle: dpa/David Young)

Bagger stehen im Garten eines Hauses in Wuppertal. Der 83-jährige Bewohner des Hauses ist tot aufgefunden worden. (Quelle: David Young/dpa)

Der 83-jährige Wuppertaler, bei dem die Polizei Ende Juni eine große Menge an Kinderpornografie entdeckt hatte, ist tot aufgefunden worden. Ein Fremdverschulden schließt die Polizei aber offenbar aus.

Der Wuppertaler, bei dem Ende Juni eine große Menge an Kinderpornografie gefunden wurde und dessen Garten die Polizei nach möglichen Kinderleichen umgegraben hat, ist tot. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Wuppertal am Montag mitteilten, wurde der 83-Jährige bereits am Samstag tot in seinem Haus am Dellbusch entdeckt.

Der Rentner befand sich nach seiner Festnahme wieder auf freiem Fuß. Ein Freund hatte den Mann leblos gefunden und daraufhin  die Polizei gerufen. Laut der Behörde deuten "Art und Umstände auf eine Selbsttötung" hin. Nachdem die Leiche des Rentners und der Fundort weiter untersucht wurden, gehen die Beamten inzwischen davon aus, dass kein Fremdverschulden vorliegt. 


Bei dem 83-Jährigen waren Ende Juni große Mengen an kinderpornografischem Material gefunden worden. Der Rentner hatte unter anderem auch Artikel über vermisste Kinder in einem Safe gehortet und besaß offenbar eine pädophile Neigung. Die Polizei hatte daher seinen Garten nach möglichen Kinderleichen umgegraben. Fündig wurde sie allerdings nicht. Die Auswertung des gefundenen Materials dauert noch an, die Ermittlungen gehen laut Polizei weiter. Sie versucht, mögliche Opfer und Täter zu identifizieren.

Der 83-Jährige war aufgefallen, weil er – engagiert in der Flüchtlingshilfe – einer syrischen Familie einen USB-Stick gegeben hatte, auf dem für sie wichtige Formulare abgespeichert waren. Auf dem Stick befanden sich aber nicht nur die Formulare, sondern auch Kinderpornografie. Der Vater der Familie informierte daraufhin die Arbeiterwohlfahrt, diese schaltete wiederum die Polizei ein.

Hinweis: Falls Sie viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.

Verwendete Quellen:
  • Pressemitteilung der Polizei Wuppertal
  • Nachrichtenagentur DPA

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