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Mutmaßlicher Kindesentführer von Velbert vor Gericht

Wuppertal  

Mutmaßlicher Kindesentführer von Velbert vor Gericht

11.10.2019, 01:33 Uhr | dpa

Mutmaßlicher Kindesentführer von Velbert vor Gericht. Akten liegen auf einem Tisch

Ein Stapel Gerichtsakten liegt auf einem Tisch im Wuppertaler Landgericht. Foto: David Young/dpa (Quelle: dpa)

Der mutmaßliche Entführer eines Zehnjährigen in Velbert muss sich von diesem Freitag an in Wuppertal vor dem Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 22-Jährigen Freiheitsberaubung und versuchten sexuellen Kindesmissbrauch vor.

Der Mann hatte zugegeben, den Schüler im Februar in einem von ihm angemieteten Auto mitgenommen zu haben. Als er mit seinem Wagen in einer Kurve von der Straße abkam und in eine Böschung rutschte, ließ er den Jungen laufen.

Die Tatvorwürfe hat der Angeklagte aber bislang bestritten. Er habe den Jungen nur zu seiner Schule bringen wollen, weil er wegen eines Praktikums auch dorthin gewollt habe. Er blieb auf freiem Fuß.

Dann stellten die Ermittler fest, dass der 22-Jährige sich zuvor im Internet intensiv mit dem Entführen, Missbrauchen und Ermorden von Kindern beschäftigt haben soll. Erst daraufhin konnten sie einen Haftbefehl gegen ihn erwirken.

Ein Werkstattbesitzer hatte den entscheidenden Hinweis auf den Verdächtigen gegeben. Bei ihm hatte er den schwarzen Kleinwagen vor dem Vorfall gemietet und danach mit entsprechenden Unfallspuren zurückgebracht.

In der Anklage heißt es, dass das Kind zunächst abgelehnt habe, zu dem Unbekannten ins Auto zu steigen. Erst als dieser aggressiv geworden sei, habe er den Jungen auf seinem Tretroller so eingeschüchtert, dass er zugestiegen sei.

Dann sei er in das nahe gelegene Wodantal gefahren. Bevor er dort in einen kleinen Waldweg einbiegen konnte, sei er bei einem Wendemanöver von der Straße abgekommen.

Der Junge sei ausgestiegen, habe begonnen zu weinen und seinen Roller zurückgefordert. Daraufhin habe der Angeklagte seinen Plan aufgegeben und das Kind ziehen lassen. Verteidiger Iyad Nassif wollte sich vor Prozessbeginn nicht zu dem Fall äußern. Das Wuppertaler Landgericht hat für den Prozess sechs Verhandlungstage angesetzt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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