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Wuppertal: Tochter zum Missbrauch angeboten – Vater vor Gericht

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Tochter zum Missbrauch angeboten – Vater vor Gericht

21.04.2020, 17:16 Uhr | dpa

Wuppertal: Tochter zum Missbrauch angeboten – Vater vor Gericht. Der Angeklagte versteckt zu Prozessbeginn sein Gesicht hinter einer Akte: Der Mann ist wegen Förderung sexueller Handlungen an Minderjährigen angeklagt. (Quelle: dpa/Seidel)

Der Angeklagte versteckt zu Prozessbeginn sein Gesicht hinter einer Akte: Der Mann ist wegen Förderung sexueller Handlungen an Minderjährigen angeklagt. (Quelle: Seidel/dpa)

Weil er seine minderjährige Tochter Männern zum Missbrauch angeboten haben soll, steht ein Vater in Wuppertal vor Gericht. Auch zum Drogenkonsum soll er die damals 15-Jährige ermutigt haben.

Zehn sexuelle Treffen mit Männern hat eine damals 15-Jährige über sich ergehen lassen müssen. Weil ihr Vater den Missbrauch organisiert haben soll, indem er die 15-Jährige auf einer frei zugänglichen Handelsplattform angeboten haben soll, ist der Mann nun in Wuppertal angeklagt worden.

Der 50-jährige Altenpfleger soll seine Tochter mit Drohungen, Alkohol und Ecstasy-Pillen gefügig gemacht haben. Die Taten ereigneten sich laut Staatsanwaltschaft zwischen Oktober 2018 und April 2019. Zum Schutz des mutmaßlichen Opfers schloss das Landgericht die Öffentlichkeit am Dienstag noch vor Verlesung der Anklage aus.

Den Männern habe der 50-Jährige das Mädchen als seine volljährige Freundin vorgestellt. Einem der Männer sei sie allerdings jünger erschienen. Dieser ging zur Polizei und setzte so vor einem Jahr die Ermittlungen in Gang. Im vergangenen Dezember wurde der Angeklagte festgenommen. Die Ermittler hatten E-Mails und Chatverläufe des Vaters ausgewertet und waren so auf die weiteren Männer gekommen.

Vater lebte mit Tochter alleine

Laut Anklage sei es dem Vater darum gegangen, zuzusehen, wie Fremde seine Tochter missbrauchten. Dem 50-Jährigen wird die Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger und sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen vorgeworfen. Das Landgericht hat für den ungewöhnlichen Fall bis zum 30. April insgesamt sechs Verhandlungstage geplant.

Der Vater lebte in Scheidung und allein mit seiner Tochter. Ein Gerichtssprecher sagte, der Angeklagte habe am Dienstag hinter verschlossenen Türen "den äußeren Rahmen" der Tat eingeräumt und weitergehende Aussagen zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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