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Wuppertal: Lebenslange Haft nach "Drive-by-Shooting"

Nach "Drive-by-Shooting"  

Café-Betreiber zu lebenslanger Haft verurteilt

23.04.2020, 16:59 Uhr | dpa

Wuppertal: Lebenslange Haft nach "Drive-by-Shooting". Polizeibeamte und Kriminaltechniker stehen in Wuppertal an einem Tatort: Im Fall eines auf offener Straße erschossenen 36-Jährigen wurde der Täter zu lebenslanger Haft verurteilt. (Quelle: dpa/Claudia Otte/Archivbild)

Polizeibeamte und Kriminaltechniker stehen in Wuppertal an einem Tatort: Im Fall eines auf offener Straße erschossenen 36-Jährigen wurde der Täter zu lebenslanger Haft verurteilt. (Quelle: Claudia Otte/Archivbild/dpa)

Ein Wuppertaler Café-Betreiber ist wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 34-Jährige hatte gestanden, aus seinem Auto heraus einen ehemaligen Freund erschossen zu haben. 

In Wuppertal hat das Landgericht einen 34 Jahre alten Mann wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Prozess um das so genannte "Drive-by-Shooting" hatte am Wuppertaler Landgericht im vergangenen November begonnen und ging am Donnerstag mit dem Urteil zu Ende.

Die Anklage lautete ursprünglich auf Totschlag. Doch die Tat sei von zahlreichen Augenzeugen beobachtet worden. Außerdem gebe es Video-Aufzeichnungen, Ampelschaltungspläne und Mobilfunkdaten. "Das Tatgeschehen war so fast sekundengenau zu rekonstruieren", so der Richter in seiner Urteilsbegründung. Danach gebe es keine Zweifel: Es habe sich um einen heimtückischen Mord gehandelt.

Der Angeklagte hatte im Prozess zwar zugegeben, geschossen zu haben. Er habe aber zuvor in der Hand des Opfers eine Waffe gesehen und sei von ihm bedroht worden. An einer roten Ampel hatte der Albaner mit seinem Wagen neben dem des Opfers gehalten und sieben Kugeln abgefeuert. Der 36-Jährige starb neun Tage später.

Passanten filmten blutendes Opfer

Warum es zu der Tat kam, ob es um Drogengeschäfte oder anderes ging, blieb unklar. "Sie werden nichts im Urteil darüber lesen, weil wir nicht sicher sein können", sagte der Richter.

Ein großes Glück sei aber gewesen, dass kein Querschläger unschuldige Passanten getroffen habe. So sei eine Mutter mit ihrem Kind in unmittelbarer Nähe gewesen.

Passanten hatten das auf der Fahrbahn liegende blutüberströmte Opfer an einer belebten Stelle in der Innenstadt anschließend gefilmt und die Aufnahmen auf YouTube ins Internet gestellt. Der Angeklagte hatte ausgesagt, er kenne das Opfer schon aus Albanien. Sie seien sehr gute Freunde gewesen, hätten sich dann aber über Geld und Schulden zerstritten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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