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Mord an Wuppertaler Unternehmern: 47-jähriger erneut vor Gericht

Mord an Wuppertaler Ehepaar  

47-jähriger Geschäftspartner muss erneut vor Gericht

05.08.2020, 13:51 Uhr | dpa

Mord an Wuppertaler Unternehmern: 47-jähriger erneut vor Gericht. Die Strafprozessordnung und das Strafgesetzbuch stehen im Gerichtssaal auf dem Tisch: In Wuppertal muss ein Mann erneut vor Gericht. (Quelle: dpa/Symbolbild/Oliver Berg)

Die Strafprozessordnung und das Strafgesetzbuch stehen im Gerichtssaal auf dem Tisch: In Wuppertal muss ein Mann erneut vor Gericht. (Quelle: Symbolbild/Oliver Berg/dpa)

In Wuppertal muss sich ein Mann nun doch in einem Mordfall vor Gericht verantworten. Er soll im Haus gewesen sein, als sein Geschäftspartner dessen Großeltern tötete.

Im Verfahren um den Mord am Wuppertaler Unternehmer-Ehepaar Springmann muss sich ein bereits freigesprochener 47-Jähriger am 20. August erneut vor Gericht verantworten. Der Mann war ein Geschäftspartner des wegen Mordes verurteilten Enkels der Senioren. Das Wuppertaler Landgericht hatte den Mann 2018 freigesprochen. Das hatte der Bundesgerichtshof aufgehoben und den Prozess zur erneuten Verhandlung an das Landgericht Düsseldorf verwiesen. Der Enkel des Paares war im ersten Prozess rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt worden und mit seiner Revision dagegen vor dem BGH gescheitert.

Christa (88) und Enno Springmann (91) waren am 19. März 2017 getötet worden. Nach Überzeugung des Wuppertaler Landgerichts tötete der Enkel seine Großeltern aus Habgier, weil sein wohlhabender Großvater seinen ausschweifenden Lebenswandel nicht weiter mit üppigen Geld- und Immobiliengeschenken unterstützen wollte. Am Tattag sei es darüber zu einem tödlich endenden Streit gekommen, so das Gericht in seiner Urteilsbegründung. Christa Springmann habe sterben müssen, um die erste Tat zu verdecken.

Den mitangeklagten Geschäftspartner hatte die Kammer hingegen freigesprochen. Es sei zwar erwiesen, dass der Mann zur Tatzeit im Haus der Springmanns gewesen sei, aber der Grund dafür sei unklar und spekulieren wolle das Gericht nicht. "Wir können nicht davon ausgehen, dass er etwas Strafbares zwingend getan haben muss", hatte der Vorsitzende Richter 2018 gesagt.

Der BGH hingegen sagte in seiner Revisions-Entscheidung, die Wuppertaler Schwurgerichtskammer sei von Annahmen ausgegangen, für die tatsächliche Anhaltspunkte fehlten. Vor dem Düsseldorfer Landgericht sind 37 Verhandlungstage angesetzt, im Januar 2021 soll nach bisheriger Planung das Urteil gesprochen werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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