Sie sind hier: Home > Politik > Regionales > Berlin: News, Polizeimeldungen und Videos >

Misshandelte Heimkinder sollen unkomplizierte Hilfe erhalten

...

Misshandelte Heimkinder sollen unkomplizierte Hilfe erhalten

19.01.2012, 15:47 Uhr | dapd

Misshandelte Heimkinder sollen unkomplizierte Hilfe erhalten.

Der Berliner Senat hat für missbrauchte ehemalige Heimkinder eine Beratungsstelle eingerichtet. Am Donnerstag eröffnete Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) offiziell die Einrichtung im Nachbarschaftshaus Friedenau. Die SPD-Politikerin sagte dabei den Betroffenen "unkomplizierte" und "unbürokratische" Hilfe bei der Bewältigung des erlittenen Unrechts zu. Für die Vertreter der ehemaligen Heimkinder ist die Einrichtung allerdings nur ein erster Schritt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren deutschlandweit viele Heimkinder über Jahrzehnte hinweg psychisch und physisch misshandelt worden. Schätzungen gehen von 30.000 Betroffenen aus, die unter anderem auch in beiden Teilen Berlins leben. Bis heute leiden sie unter gesundheitlichen Folgeschäden. Um ihnen das Leben im Nachhinein ein wenig zu erleichtern, sollen sie nun über die neue Anlaufstelle finanzielle Hilfen beantragen können. Dafür stehen 120 Millionen Euro in einem bundesweiten Fonds zur Verfügung, der gemeinsam von Bund, Ländern und Kirchen getragen wird.

Bewilligt werden vor allem Sachleistungen. So können die Betroffenen zum Beispiel einen Zuschuss für Therapiekosten bekommen. Im Einzelfall können auch Aufwendungen ausgeglichen werden, wenn etwa aus gesundheitlichen Gründen die Wohnung im Alter baulich verändert werden muss. Damit die Betroffenen in den Förderrichtlinien nicht den Überblick verlieren, steht ihnen in der Beratungsstelle unter der Leitung von Geschäftsführerin Birgit Monteiro ein dreiköpfiges Team von Diplom-Pädagogen, Sozialarbeitern und Verwaltungsfachleuten zur Verfügung.

Den Betroffenen geht dieser Ansatz jedoch noch nicht weit genug. So kritisierte die Berliner Regionalgruppe Ehemaliger Heimkinder auch am Donnerstag, dass die Hilfeleistung bislang keine Opferrente oder persönliche Entschädigungszahlung vorsehe. "Eine Rente oder eine Barauszahlung würde uns im fortgeschrittenen Alter das Leben mehr erleichtern", sagte Marianne Döring. Wie ihre Mitstreiter beklagte auch sie, dass die ehemaligen Heimkinder als Folge durch die Misshandlungen schlechtere Bildungschancen gehabt hätten und dadurch heute Benachteiligungen bei den Rentenzahlungen hinnehmen müssten.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres konnte in diesem Punkt den Betroffenen keine Zusagen machen. Sie versprach aber, dass der Senat das Thema mit der Eröffnung der Einrichtung nicht zu den Akten legen werde. Es werde weiterhin Gespräche zwischen den Ländern und mit dem Bund geben. "Wir brauchen einen offenen Dialog", sagte sie.

Mehr zu den Themen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Duftkerze mit der bekannten NIVEA Creme-Note
jetzt bestellen auf NIVEA.de

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018