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Klarsfeld findet Diskussion um Unterstützung durch die DDR unverschämt

Klarsfeld findet Diskussion um Unterstützung durch die DDR unverschämt

09.03.2012, 16:23 Uhr | dapd

Klarsfeld findet Diskussion um Unterstützung durch die DDR unverschämt.

Die Kandidatin der Linkspartei für das Bundespräsidentenamt, Beate Klarsfeld, hat die Diskussion um ihre Unterstützung durch die DDR kritisiert. Es sei unverschämt, ihr Engagement gegen den damaligen Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger (CDU) aufgrund seiner NS-Vergangenheit darauf herunterzubrechen, sagte Klarsfeld am Freitag bei einem Besuch in Dresden.

Angesprochen auf den "Welt Online"-Bericht vom Mittwoch, sie habe nach ihrer öffentlichen Ohrfeige für Kiesinger 2.000 Mark von der SED-Führung erhalten, sagte Klarsfeld, sie habe 1968 einige Tage nach der Ohrfeige 2.000 Mark dafür benutzt, um die Störung einer Veranstaltung mit Kiesinger in Brüssel zu organisieren. Bereits 1972 habe sie das in ihrer Autobiografie beschrieben.

Gegenüber "Welt Online" hatte Klarsfeld betont, sie habe "nie im Auftrag der DDR gearbeitet, sondern in meinem eigenen Auftrag". Die Linken-Bundestagsabgeordnete Caren Lay bezeichnete es am Freitag in Dresden als "absurden Vorwurf", Klarsfelds Engagement als "Auftragswerk der DDR zu diskreditieren". CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hatte Klarsfeld als "untragbar" bezeichnet, sollte sie "wirklich auf der Honorarliste der SED gestanden" haben.

In Dresden erklärte Klarsfeld ferner, die DDR habe, im Gegensatz zur Bundesrepublik, ihr bei ihrem Vorgehen gegen ehemalige Nationalsozialisten geholfen. Ihr Mann Serge habe nach der Ohrfeige Dokumente aus der NS-Zeit in Potsdam einsehen wollen, um ihre Vorwürfe gegen Kiesinger zu belegen. Die DDR-Führung habe auf die Bitte hin entschieden, die Akten zu öffnen, sagte Klarsfeld weiter. "Sie hat uns die Hand ausgestreckt und wir haben sie angenommen."

Klarsfeld tritt als Kandidatin der Linkspartei am 18. März bei der Bundespräsidentenwahl gegen Joachim Gauck an, der von Union, FDP, SPD und Grünen gemeinsam nominiert wurde und dessen Wahl als sicher gilt. Die sächsischen Linken haben die 73-Jährige zudem als Wahlfrau für die Bundesversammlung aufgestellt. Der Fraktionsvorsitzende André Hahn sagte, dies sei gerade in Sachsen ein wichtiges Signal, da die NPD dort im Landtag sitze und der Kandidat der NPD für die Bundespräsidentenwahl aus Sachsen komme.

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