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Eigene Filme bei "Durchgedreht 24" in Braunschweig kreieren

Eigene Filme bei "Durchgedreht 24" in Braunschweig kreieren

01.07.2012, 12:06 Uhr | dapd

Eigene Filme bei "Durchgedreht 24" in Braunschweig kreieren.

Mehr als 500 Filme in nur zehn Jahren: Das spricht für Schaffensfreude beim studentischen Braunschweiger Filmfestival "Durchgedreht 24", für dessen zehnte Jubiläumsausgabe vom 20. bis 22. Juli derzeit die Anmeldefrist läuft. Eine symbolische Papp-Geburtstagstorte im Foyer von Braunschweigs größtem Kino wirbt derweil um neue Teilnehmer für das Ereignis, dessen Konzept "bundesweit einzigartig" ist, wie Stefanie Schmidt, eine der beiden Festivalleiter betont.

"Bei uns steht keine Wettschlacht von Technik und Geld im Vordergrund, sondern die pure Kreativität", sagt die 25-jährige angehende Medienwissenschaftlerin. Nur wer eine wirklich gute Idee und Talent habe, "hat eine reale Chance auf einen Preis".

Alle am Wettbewerb teilnehmenden Filme müssten in nur 24 Stunden am Festivalwochenende gedreht werden, ergänzt Co-Leiter Kevin Kurmann, der Umweltingenieurswesen studiert. Schnittmöglichkeiten gebe es nicht, kein Film dürfe länger als fünf Minuten lang sein. "Es zählt, was am Ende der 24 Stunden auf dem Band oder dem Chip der versiegelten Kamera zu sehen ist", sagt der 24-Jährige. Damit niemand in Versuchung komme, seinen Film bereits vorher komplett durchzuplanen, würden geheime Begriffe am Festivalwochenende bekannt gegeben, die jedes Team in seinen Film einbauen müsse.

Dramatik ist keine Sache des technischen Aufwands

So einfach die Regeln sind, so unterschiedlich sind die Teilnehmer, die sich teilweise jedes Jahr wieder für "Durchgedreht 24" begeistern. Die kommen nicht nur aus Braunschweig, sondern zunehmend aus ganz Deutschland, wie Kurmann betont.

Ronja Bauer, die nach dem Abitur Regisseurin werden will, hat bereits sechs Filme im Rahmen des Festivals gedreht. Sie mache das, um Material für die Aufnahmeprüfungen der Filmhochschulen zu haben, sagt die 18-Jährige. Den Part der Schauspieler übernähmen fast immer ihre beiden Brüder und ihr Vater. "Familie ist praktisch, die laufen nicht zwischendrin weg", sagt Bauer. Ihre Filme seien fast alle lustig. Sie finde es nämlich "sehr schwer mit wenigen Mitteln etwas dramatisch zu machen".

"Dramatik ist keine Sache des technischen Aufwands", findet dagegen Marcus Morczinietz. Es sei im Gegenteil gerade der besondere Reiz des Festivals, "dass man improvisieren muss, um seine filmischen Ziele umzusetzen". Der 25-Jährige hat mit zwei Freunden eine Werbeagentur gegründet und interessiert sich schon beruflich für das Medium Film. Bereits fünf Mal hat er am Festival teilgenommen und im vergangenen Jahr gemeinsam mit seiner Freundin für eine romantische Liebesgeschichte vor der Kamera gestanden. Es habe sehr gut funktioniert, und dass "obwohl in Hollywood Pärchen vor Kameras meistens nicht gut ankämen", sagt Morcinietz.

Die Jury weiß auch nicht alles

Am Festival nähmen längst nicht mehr nur Studenten und Schüler teil, sondern seien alle Altersklassen vertreten, sagt Schmidt. Einer der seit Gründung des Festivals 2003 bereits etliche Male dabei war, ist der 58-jährige Stefan Choné. Er schätzt am Festival vor allem die Teamarbeit. "Man arbeitet immer wieder mit neuen Mitarbeitern zusammen", sagt Choné. Beim letzten Festival sei ihm mitten in der Arbeit der Kameramann abhandengekommen. "Der Ersatz war ein Bauer, der eigentlich aufs Feld musste und dann doch eine tolle Arbeit abgeliefert hat." Mangelnde Anerkennung seiner Arbeiten durch die Jury sieht er gelassen. "Die Jury weiß auch nicht alles", sagt er.

Unabhängig von der Preisvergabe sei das Festival eine Einladung, seine Träume zu verwirklichen, betont Kurmann. "Durchgedreht 24" könne durchaus auch der Anfang einer künstlerischen Berufslaufbahn sein. "Mindestens einer unserer ehemaligen Teilnehmer arbeitet heute tatsächlich als Regisseur, an einem großen deutschen Schauspielhaus." Wer am Festival teilnehmen wolle, müsse sich allerdings beeilen. Es gäbe nur 50 Plätze, "wer zuerst kommt, dreht zuerst", sagt Kurmann.

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