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Auf Augenhöhe mit den Spitzenkandidaten

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Auf Augenhöhe mit den Spitzenkandidaten

11.01.2013, 17:46 Uhr | dapd

Auf Augenhöhe mit den Spitzenkandidaten.

Es ist ein ungewöhnlicher Anblick im Plenarsaal des niedersächsischen Landtags. Dort wo sonst im schwarzen Anzug gekleidete Abgeordnete Platz nehmen, haben sich am Freitag Jungen in bunten Kapuzenpullovern, Mädchen in Blazern und Lehrer mit Cordsackos und Ärmelflicken eingefunden. Sie sind ein Teil von etwa 80.000 Schülern aus Hannover, Celle und Uelzen, Stade und Bramsche, die an dem Projekt "Juniorwahl 2013" teilnehmen. 354 Schulen aus Niedersachsen sind Teil des Projekts zur politischen Bildung. Die Veranstaltung am Freitag soll den Wählern von morgen die Entscheidung erleichtern, bei welcher Partei sie ab Montag in einer simulierten Wahl ihr Kreuzchen machen.

Zusammen mit den Spitzenkandidaten der anderen Parteien setzt sich Ministerpräsident David McAllister (CDU) auf die Regierungsbank gleich neben den Rednerpodien. Der Landtagspräsident gibt die Debatte frei. Fünf Debattierchampions aus Niedersachsen stellen sich in einer je zwölfminütigen Debatte den Politikern. Standpunkt, Erwiderung, Fazit. Danach folgt eine Abstimmung im Saal.

McAllister nimmt zum Thema "Keine Neuverschuldung ab 2017" die Pro-Position ein. Die Landessiegerin von "Jugend debattiert 2011", Christiane Welllmann aus Uelzen, gibt contra. Das Abstimmungsergebnis nach der Diskussion ist gemischt. Nun sind Fragen aus dem Plenum erlaubt. Kimberley Griesbach ist eine der ersten: Im Wahlprogramm der CDU stehe, dass Inklusion in Schulen abgeschafft werden solle. Für ihren Bruder wäre dieses Modell aber genau das Richtige, sagt sie. Warum also weg damit? McAllister ist überrascht, dass das so in seinem Programm stehen soll und bittet sie nach der Debatte zum Einzelgespräch.

Sein Gegenkandidat Stephan Weil (SPD) argumentiert hingegen für die Abschaffung von Studiengebühren. Neu-Zahnmedizinstudentin Christina Lembeck möchte gern 500 Euro im Semester an die Uni zahlen, sieht es als Investition in ihre Zukunft. Die Meinung der anderen Jugendlichen ist jedoch eindeutig: Nur einzelne Karten zeigen bei der Abstimmung für ihre Position in die Höhe. Wann genau will Weil die Gebühren abschaffen, kann er sie zumindest senken, wenn die Opposition nicht mitziehen würde und warum gibt es keine Hilfe für bedürftige Studienanfänger und Studenten, fragen Schüler aus dem Plenum.

Weil freut sich nickend über die Zustimmung nachdem er zuvor dachte, sich mit einem Lapsus blamiert zu haben, weil er seine Kontrahentin aus Versehen geduzt hatte. "Sie können mich auch duzen", reagiert Christina charmant. "Du mich auch", entgegnet Stephan. Applaus - offenbar doch nicht blamiert.

Etwas farbloser bleibt an diesem Tag FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner. Sein Thema: Volksabstimmung zur Schuldenbremse und Festschreibung in die Landesverfassung. Jonas Wobker hält davon nichts und hat am Ende die Mehrheit der Stimmen auf seiner Seite. Ein Schüler fragt Birkner, ob das Projekt Volksabstimmung nicht sehr ambitioniert für die FDP sei, mit aktuellen Umfragewerten um fünf Prozent. "Wollen Sie nicht mal mit was kleinerem anfangen?" Birkner reagiert zumindest hier schlagfertig: "Ich hab hier deutlich mehr als fünf Prozent Karten für mich gesehen".

Auch Anja Piel von den Grünen und Manfred Sohn von den Linken diskutieren mit den Schülern. Nach den Themen Atomausstieg und Millionärssteuer endet die Debatte nach gut zwei Stunden. Beim Verlassen des Plenarsaals sagt eine Schülerin: "Fünf Minuten Pause wären ja mal ganz schön gewesen."

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