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Bad Homburger Kita benennt Sankt-Martin-Fest um

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"Politisch korrekter"  

Kita benennt Sankt-Martin-Fest um

31.10.2013, 16:26 Uhr | mab, t-online.de

Bad Homburger Kita benennt Sankt-Martin-Fest um. Berlin, St. Martin, Laternenumzug (Quelle: dpa)

Wie hier in Berlin dürfen die Bad Homburger Kinder noch Laternen tragen - aber ohne christliche Einbindung. (Quelle: dpa)

In der Bad Homburger Kita Leimenkaut (Hochtaunuskreis) wird nicht mehr St. Martin, sondern das "Sonne-Mond-und-Sterne-Fest" gefeiert. Wie die Frankfurter Neue Presse (FNP) berichtet, geschieht das offenbar aus Rücksicht auf nicht-christliche Kulturkreise.

Einige Eltern reagieren irritiert und verärgert. Stadtsprecher Andreas Möring beschwichtigt gegenüber der FNP. Das sei "keine große Sache“. Einen religiösen Hintergrund habe die Umbenennung nicht.

Um Diskriminierung vorzubeugen

Tatsächlich berichten aber einige Eltern, ihnen habe man etwas anderes erzählt. Das traditionelle Fest sei umbenannt worden, um niemanden zu diskriminieren. Einer Mutter wurde gesagt, dass das „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest politisch korrekter“ sei.

Die Kinder sollen weiterhin mit Laternen durch die Straßen ziehen, und am Ende gibt es ein großes Feuer. Der Hintergrund des Ganzen soll ihnen aber offenbar erst gar nicht mehr vermittelt werden. So reitet auch kein verkleideter St. Martin auf einem Pferd vorweg.

Losung passt zu jeder Religion

Der ehemalige Oberbürgermeister Wolfgang Assmann, eine führende Kraft beim Trialog der drei monotheistischen Weltreligionen, hat der FNP zufolge für derlei Verrenkungen wenig Verständnis. Immerhin sei der Grundgedanke, der hinter dem Martins-Fest stehe, für alle Religionen gültig. "Das Teilen mit Armen ist ein sehr vernünftiger Gedanke. Daher ist die Umbenennung in meinen Augen seltsam."

Der katholische Pfarrer Werner Meuer ist nicht wirklich erstaunt: "Ich nehme das im Rahmen der allgemeinen säkularen Tendenzen in unserer Gesellschaft wahr." Für
seine kirchlichen Kindertagesstätten würde er eine solche Umbenennung ausschließen. "Dieses Fest geht nun mal auf den Heiligen Martin zurück."

Halloween statt St. Martin

Das Thema ist im Hochtaunus nicht ganz neu, schreibt die FNP: Vor elf Jahren hatte die städtische Kita in der Engelsgasse St. Martin kurzerhand abgeschafft und durch Halloween ersetzt. Das Argument seinerzeit: St. Martin sei ein christliches Fest, der Kindergarten jedoch städtisch und nicht kirchlich.

Der mittlerweile verstorbene CDU-Politiker Bernd Hamer hatte damals von einer "unfassbaren Kapitulation der christlich-abendländisch orientierten Mehrheit der Elternschaft" gesprochen.

Reformationstag rückt auch in den Hintergrund

Die evangelische Kirche in Deutschland hat sich indes nach eigenen Angaben damit abgefunden, dass das irisch-amerikanische Halloween den seit Jahrhunderten am 31. Oktober begangenen Reformationstag überlagert. Gesetzlicher Feiertag ist dieser nur in den neuen Bundesländern.

Man suche nun, eigene Akzente zu setzen, heißt es von Seiten der Kirche. Vor allem mit Blick auf das 500-jährige Gedenken an Martin Luthers Wirken im Jahre 2017.

In den USA wünscht man sich schon seit langem aus political correctness zu Weihnachten "Seasons Greetings" oder "Happy Holidays" statt "Merry Christmas".

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