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Ausstellung widmet sich Ermordung von Kriegsgefangenen

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Geschichte  

Ausstellung widmet sich Ermordung von Kriegsgefangenen

04.11.2016, 13:29 Uhr | dpa

Ausstellung widmet sich Ermordung von Kriegsgefangenen. Ausstellung in Sachsenhausen

Ausstellung in Sachsenhausen. Die Ausstellung widmet sich der Tötung tausender Kriegsgefangener. Foto: Bernd Settnik (Quelle: dpa)

Im ehemaligen KZ Sachsenhausen widmet sich eine Ausstellung erstmals der Tötung tausender sowjetischer Kriegsgefangener im Herbst 1941. Es war nach Angaben der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten die größte Massenmordaktion im einstigen Konzentrationslager. 10 000 Kriegsgefangene kamen von September bis November 1941 ums Leben. "Die 68 Fotos sind zweifellos die bedeutendsten fotografischen Dokumente aus dem KZ Sachsenhausen", sagte Stiftungsdirektor Günter Morsch am Freitag.

Häftlinge, die die Bilder beim Erkennungsdienst der Politischen Abteilung des KZ entwickeln mussten, schmuggelten die Aufnahmen unter Lebensgefahr im April 1945 aus dem Lager. Sie zeigen die entkräfteten und in zerlumpten Uniformen gekleideten sowjetischen Kriegsgefangenen kurz vor ihrer Tötung im Herbst 1941. Die Nazis wollten mit den Fotos "slawischer Untermenschen" ihren rassistischen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion rechtfertigen, wie die Ausstellung am Beispiel von Plakaten und Broschüren zeigt.

"Anders als von den Nazis beabsichtigt, erwecken die Bilder beim Betrachter jedoch keine Abscheu vor den dargestellten Kriegsgefangenen. Die Gesichter der wenig später rücksichtslos ermordeten Menschen erregen vielmehr Anteilnahme und Mitgefühl", sagte Morsch. "Abscheu und Verachtung dagegen gelten den Mördern und ihrer menschenverachtenden Ideologie."

Im Juni 1941 überfiel das NS-Regime die Sowjetunion. Nach den von der Wehrmacht vorbereiteten Befehlen sollten alle in Kriegsgefangenschaft geratenen sowjetischen "Kommissare" sofort hinter der Front ausgesondert und erschossen werden. Dazu zählten Juden, "Intelligenzler", Parteifunktionäre, "Aufwiegler" und "unheilbar Kranke". Die in den Stammlagern der Wehrmacht bereits internierten Kriegsgefangenen wurden in das nächstgelegene KZ gebracht.

Die Sonderausstellung befasst sich auch mit dem tschechischen Häftling und Fotografen Jaroslav Skliba, der maßgeblich daran beteiligt war, dass diese Foto die Nachwelt erhalten blieben.

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